Infos: Auf Achse - Auto, Mietwagen
Auf eigene Faust durchs Land
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Um Australien zu erleben, muss man mobil sein. Die Distanzen sind enorm, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Schon nach ein paar Tagen stellt sich meist auch eine gewisse Aussie-Mentalität ein: Wen kümmert es schon, hundert Kilometer ins nächste Pub zu fahren, wenn dort ein kühles Getränk wartet. Der rote Kontinent lässt sich am besten mit dem Mietwagen erkundigen. Durch diesen ist man unabhängig von Zeiten und den Wünschen anderer Reisender. Doch bei einem Mietwagen in Australien gibt es vieles zu beachten. Als erstes gilt es genau wie bei einer Anmietung in Deutschland vorher die Preise zu vergleichen - als 2ter und mindestens gleich wichtiger Punkt muss man vorab die Entscheidung treffen ob man auch einmal etwas abenteuerlicher ins Outback vordringen möchte - nämlich fernab der befestigten Straßen auf sogenannten 4WD-Routen. 4WD steht für Four-Wheel-Drive also für ein Mietfahrzeug mit 4Rad-Antrieb. Grundsätzlich ist es empfehlenswert auf ein Fahrzeug mit 4WD zu setzen. Man weis nie ob einen nicht die Lust packt einmal richtig schön durch Straßen mit einem tiefen Sandbett zu "cruisen". Wenn Sie ein Fahrzeug mieten - egal ob Auto, Motorhome, Camper oder Geländewagen - sollten Sie mit Kreditkarte zahlen, da in der Regel sonst vom Vermieter eine hohe Kaution in Bar einbehalten wird. Beachten Sie bitte unbedingt, dass die Vermieter gewisse Routen ausschließen. Falls Sie dennoch dort fahren, besteht kein Versicherungsschutz. Wollen Sie länger als 8 Wochen unterwegs sein, sollten Sie auch über die Möglichkeit eines Autokaufs mit Rücknahmegarantie nachdenken, was allerdings nur bei einer Reiseroute ohne Inlandsflüge Sinn macht. Wenn Sie einen günstigen Gebrauchtwagen ohne Rückkaufgarantie erwerben wollen, sollten Sie bedenken, dass Sie keinen vernünftigen Preis erzielen werden, wenn Sie versuchen, den Wagen in einem anderen Bundesstaat zu verkaufen als in jenem, in welchem die Zulassung ausgestellt wurde. In Down Under herrscht Linksverkehr. Aber das klingt viel schlimmer als es tatsächlich ist. Nur zu Beginn müssen Sie höllisch aufpassen und wenn Sie müde oder unaufmerksam werden. Also seien Sie wachsam, wenn Sie den Wagen vom Vermieter übernehmen und die ersten Kilometer fahren (besonders wenn Sie an Kreuzungen abbiegen). Nicht umsonst finden Sie die Tafel "Keep left" in unglaublichen Mengen in der Umgebung der Flughäfen. Denken Sie auch daran, genügend Pausen während langer Fahrten einzulegen. Schon nach wenigen Tagen werden Sie sich wie selbstverständlich auf Australiens Straßen bewegen. Nur gelegentlich erwischen Sie anstatt des Blinkers den Scheibenwischer, aber das geht allen so, und dagegen ist kaum ein Kraut gewachsen. Der internationale Führerschein ist in Australien neuerdings vorgeschrieben. Es herrscht Anschnallpflicht auf allen Sitzen, die Promillegrenze liegt bei 0,5 (im Northern Territory bei 0,8). Im Ortsgebiet beträgt die Geschwindigkeitsgrenze 60 km/h, außerorts 100 oder 110 km/h - die Straßen sind in sehr gutem Zustand und ausreichend beschildert. Gelegentlich lauert die Polizei mit Radarpistolen. Am Land ist es sonntags manchmal nicht leicht, eine geöffnete Tankstelle zu finden. Besonders bei Fahrten ins Hinterland achten Sie bitte unbedingt darauf, eine gute Straßenkarte mitzuführen. Die von den Vermietern beigestellten Karten sind gelegentlich nur zur groben Orientierung brauchbar. Wenn möglich, vermeiden Sie Überlandfahrten in der Nacht, die toten Tiere am Straßenrand sind nicht an Hitzschlag verendet. Ein Känguruh ist nicht zu unterschätzen, schon gar nicht eine Kuh oder ein Kamel - also Vorsicht. Ebenso lästig und mitunter nicht ungefährlich sind Roadtrains, bis zu 50 m lange Monstertrucks. Vorsicht beim Überholen, das dauert eine Ewigkeit und Sie müssen durch einen Hagel aufgewirbelter Steine, während Sie unter Umständen für Entgegenkommende nicht auszumachen sind. Kommt Ihnen das Unding entgegen, halten Sie lieber an und fahren Sie zur Seite (auf schmaler Straße) oder verringern Sie die Geschwindigkeit. Die Windschutzscheibe wird es Ihnen danken, denn die aufgewirbelten Steine schlagen nette Löcher (evtl. Glasbruchversicherung abschließen). Auch auf allen unbefestigten Straßen empfiehlt es sich, entsprechend vorsichtig zu fahren. Selbst wenn die Piste kompakt erscheint, plötzlich wird der Sand tief, das Fahrzeug schlingert, man reagiert falsch und schon ist es passiert. Das geht schneller als man glaubt. Bei Fahrten ins Outback melden Sie sich am Abfahrtsort ab und/oder kündigen Sie am Zielort Ihre Ankunft an. Sorgen Sie für entsprechende Vorräte an Treibstoff und Wasser (mind. 4 Liter pro Person und Tag). Mit einer sorgfältigen Planung im Vorfeld Ihrer Reise bietet der Mietwagen eine hervorragende Möglichkeit Australien zu bereisen. |
