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Tourism Queensland
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Der Kasuar ist der neben dem Emu bekannteste australische Laufvogel,
der hauptsächlich in den Regenwäldern Neuguineas und Queenslands zu
finden ist.
Man unterscheidet drei verschiedene Arten dieses Vogels: den Einlappenkasuar, den Helmkasuar sowie den Bennettkasuar.
Die Vögel leben sehr zurückgezogen in den Wäldern und sind äußerst
scheu, so daß sie von Menschen meist nur mit viel Glück angetroffen
werden können. Nur wenn die Tiere sich oder ihre Nachkommen einer
Bedrohung ausgesetzt sehen, können sie äußerst aggressiv reagieren.
Nach eindeutigen Drohgebärden wie aufgerichteten Federn, einem
zitternden Körper und einem anschwellenden Hals tritt das Tier beim
Angriff mit beiden Beinen zu, was durch die scharfen Krallen schwerste
Verletzungen beim Menschen hervorrufen kann. Auch Artgenossen gegenüber
sind die Tiere zurückhaltend und leben sehr einsiedlerisch. Lediglich
in der Fortpflanzungszeit begegnen sich die Tiere.
Zur
Paarungszeit treffen die sonst alleine lebenden Tiere aufeinander. Nach
einem kurzen Balzgebären des Männchens erfolgt die Paarung, nach
welcher Männchen und Weibchen noch für einige Wochen zusammen leben.
Das Männchen bereitet ein Nest vor, in welches das Weibchen drei bis
fünf etwa 650 Gramm schwere Eier legt. Direkt nach dem Legen verlässt
das Weibchen das Revier dieses Männchens und paart sich schon bald mit
dem nächsten Männchen. Um die Brut kümmert sich nun alleine das
Männchen. Nach etwa 50 Tagen schlüpfen die Jungen und folgen ihrem
Vater für etwa neun Monate auf Schritt und Tritt. Im Alter von einem
halben Jahr wird bei den Jungen auch der "Helm" sichtbar, welcher für
diese Vögel typisch ist. Mit circa dreieinhalb Jahren werden Kasuare
geschlechtsreif. Die Lebensdauer der Vögel kann im Zoo bis zu 40 Jahre
betragen; in der freien Wildbahn erreichen die Tiere dieses Alter
jedoch nicht und werden maximal 20 Jahre alt.
Kasuare ernähren
sich hauptsächlich von Früchten und Pilzen; jedoch stehen auch Frösche
und Schlangen auf ihrem Speiseplan. Eine Besonderheit dieser Tiere ist,
daß sie Steine schlucken, welche die aufgenommene Nahrung im Magen
zerkleinern soll.
Natürliche Feinde haben diese Tiere keine.
Allein der Mensch ist der größte Feind der Kasuare. Wilderer jagen die
Tiere zum einen wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches, zum anderen
dient das Federkleid als beliebter Schmuck - sowohl in der
Vergangenheit als auch in der Gegenwart.
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