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Infos: Fauna - Emu

Emu
© Tourism Australia

Der Emu (Dromaiidae, Dromaius) gehört zu der Ordnung der Laufvögel und ist eine flugunfähige Vogelart. Er ist die einzige überlebende Art der Familie der Emus. Er ist nach dem afrikanischen Strauß der größte Laufvogel und damit der größte in Australien lebende Vogel. Der Emu wurde erstmals von Arthur Phillips 1789 beschrieben. Damals noch als „Neu-Holland Kasuare“ bezeichnet, erhielten sie schon bald von dem Ornithologen John Latham ihre wissenschaftliche Beschreibung.

Vorkommen
In Australien kommen die Emus fast auf dem gesamten Kontinent vor und werden häufig gesehen. Nur in sehr dicht besiedelten Regionen, in dichten Wäldern und extrem trockenen Gegenden sind die Emus selten geworden. Das Resultat ist, dass die Emus von der Küste des Kontinents nahezu vertrieben wurden. Gerade an der dicht besiedelten Ostküste leben wenige der Laufvögel. Dafür hat sich aber der Bestand im Inneren des Kontinents stark vergrößert.

Aussehen
Sie werden bis zu 1,90 Meter groß. Ihre Schulterhöhe beträgt ca. 1 ,2 Meter und sie können bis zu 45 kg schwer werden. Der Hals und die Beine sind weitestgehend unbefiedert und überproportional lang. Die Flügel sind nur noch rudimentäre Stummel. Sie sind gerade einmal 20 cm lang.

Ernährung
Die Nahrung der Emus setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Pflanzen und Insekten zusammen. Zu ihrer großen Anpassungsfähigkeit zählt insbesondere die Fähigkeit, sehr große Fettreserven anlegen zu können. Die opportunistischen Zugvögel unternehmen lange Wanderungen, um für sie geeignete Futtergründe zu erreichen. Dabei kommt es selten zu Massenwanderungen, denen sich bis zu 70 000 Tiere anschließen. Die weiten Strecken werden in einem konstanten, energiesparenden Trott zurückgelegt. Die Vögel können allerdings auch über weite Distanzen über 50 km /h schnell laufen.

Fortpflanzung
Der Vogel profitiert von Wasserstellen, die vom Menschen für das Vieh geschaffen wurde. So kann er sich in sonst zu trockenen Gegenden vermehren. Mittlerweile werden die Emus auch auf Farmen gezüchtet, da ihr Fleisch, ihre Haut und ihre Körperöle sehr begehrt sind. Die Öle werden aus dem Körperfett gewonnen und in Kosmetika und in Naturheilprodukten eingesetzt. Die Haut wird meist als Leder für Taschen weiterverarbeitet.