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Infos: Flora - Eukalyptus

Eukalyptus

Die immergrünen Hartholzbäume stehen als Synonym für Australien, zumal zwei Drittel des kontinentalen Baumbestandes Eukalypten sind. Sie zählen zur Familie der Myrten. Weltweit kommen rund 700 verschiedene Arten vor; vornehmlich gedeihen sie in Australien und Ostindonesien. Der französische Botaniker Charles Louis L’Héritier de Brutelle dokumentierte 1789 den Eucalyptus obliqua als erste Eukalyptusart. Als bekanntester Vertreter gilt der Blaue Eukalyptus (Eucalyptus globulus). Er wird 30 bis 35 m hoch, blüht vom Winter bis zum Frühlingsanfang. Seine Samen sind etwa 2 cm groß, die Blüten sitzen auf einem kurzen Stiel. Alle Eukalypten verbindet die Eigenschaft, dass sie im Herbst keine Blätter abwerfen, sondern ihre Borke schälen. Die langen Streifen abgelöster Rinde bemerkt man oft an Wegesrändern. Wind und Wetter geben der verbleibenden Außenhaut das charakteristische Aussehen.

In Tausenden von Jahren haben sie sich hervorragend den klimatischen Verhältnissen angepasst, ein Überleben in unwirtlicher Umgebung ist kein Problem. Eukalypten wachsen im Jahr etwa 1,5 m bis 2 m in die Höhe und in die Breite; dafür benötigen sie große Mengen Feuchtigkeit. Die Büsche und Bäume graben in niederschlagsarmen Gegenden der übrigen Vegetation regelrecht das Wasser ab. In nasseren Landstrichen hingegen verrichten sie quasi einen „Drainage-Arbeit“. Mit ihrem schnellen Wachstum eignen sie sich ausgezeichnet zum Aufforsten oder zur Holzgewinnung, wobei der Rohstoff eher von mittlerer Qualität ist. Eukalypten finden sich in Holzkohle und Faserplatten wieder, jedoch auch in Papieren und Kartonagen.

Populärer hingegen sind die duftenden Eukalyptusblätter, deren ätherische Öle bei Atemwegserkrankungen gute Dienste leisten. Mit Hilfe von Wasserdampf werden die Substanzen aus den Zweigen und Blättern gelöst. Bestandteile und Gehalt der Öle variieren je nach Eukalyptusart; Hauptwirkstoffe sind Cineol, Gerbstoffe und Triterpene. Sie duften so stark, dass Tiere weitestgehend auf das Fressen von Eukalypten verzichten. Koalas bilden eine Ausnahme, sie ernähren sich allerdings nur von Blättern ausgewählter Sorten.