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Down Under Guide
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Die älteste noch existierende Kultur der Erde ist die der australischen Ureinwohner, von denen man ausgeht, dass sie den Kontinent seit über 50.000 Jahren besiedeln.
Hinterlassen haben sie ein einzigartiges kulturelles Erbe - Ausdruck ihres spirituellen und rituellen Lebens, welches auch Besucher Australiens unweigerlich in seinen Bann zieht. Keiner der Aborigine-Stämme entwickelte eine eigene Schrift. Ihre tausendjährige Geschichte, ihre Traditionen, Sitten und Gebräuche hielten sie stattdessen in Gesängen und Tänzen fest und setzen diese magischen Verse und Gesangszyklen schließlich auch bildhaft um. Sandstein, Flusssedimente und Holzkohle lieferten ihnen die vier Basisfarben rot, gelb, weiß und schwarz, die sie mit Pflanzenstängeln und Holzstäben kunstvoll an mächtige Fels- und Höhlenwände ihrer heiligen Stätten auftrugen. Da finden sich ganze Galerien von Jagdszenen, Schöpfungsgeschichten, Tieren, Heldendarstellungen und religiösen Zeremonien. Die angewandten Techniken sind dabei ebenso vielfältig wie die dargestellten mythologischen Figuren und reichen von einfachen Strichmännchen-Zeichnungen und Handabdrücken über detailreiche Abbildungen von Naturlandschaften bis hin zu den so genannten Röntgenbildern. Letztere sind in der Zeit zwischen 9.000 – 7.000 vor unserer Zeitrechnung entstanden und bieten eine regelrechte Innenansicht in die gemalten Geschöpfe samt Skelett und Organen. Die Gemälde des Arnhem Land Plateaus, dem größten Aboriginal Gebiet im Northern Territory, sind die wohl umfassendsten und vielschichtigsten Felsenmalereien Australiens. Sowohl hier als auch in dem angrenzenden Kakadu Nationalpark, welcher zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, finden sich rund 5000 Kunst- und Kulturstätten mit hervorragend erhaltenen Felsmalereien. Hier kann man am Nourlangie Rock durch enge Felsspalten zur Anbangbang Gallery schlüpfen und sich auf einem etwa zwei Kilometer langen Rundweg von den Urzeitwesen, den Wandjinas, der Regenbogenschlange Ungud, dem gefährlichen Geist Namondjok, vielen Tieren und Fabelwesen faszinieren lassen. Ebenso zahlreich sind die Malereien am Uluru (Ayers Rock), dem spirituellen Wahrzeichen der Aborigines, sowie dem Hope Valley nahe Cooktown und in der Rock Art Gallery im Quinkan Reserve, dessen ungefähr 16.000 Jahre alten Malereien erst in der Mitte des 20 Jahrhunderts entdeckt wurden. Da sich die Bedeutung der äußerst symbolhaften Felsenmotive nur den Eingeweihten offenbart, dürfen sich Besucher der heiligen Stätten überaus glücklich schätzen, bis zu ihnen vordringen zu dürfen und in Begleitung eines Aborigine-Führers quasi zum „Mitwissenden“ zu werden.
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