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Infos: Fauna - Känguru

Känguru

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Australiens Fauna ist einzigartig. Zu den berühmtesten Vertretern der Beuteltiere zählt neben dem Koalabär das Känguru (Macropodidae), das auch das bekannteste Symbol Australiens ist. Es leben etwa 50 verschieden Arten in Australien, die primitivste Art bilden die Baumkängurus. Das sehr scheue Tier kann, fühlt es sich in die Enge getrieben, durchaus gefährlich werden. Dabei ist es in der Lage, den Angreifer mit den Vorderpfoten zu boxen und mit den Hinterbeinen zu treten.

Lebensraum
Das Känguru lebt frei in Rudeln und kommt - außer in Australien und Neuguinea,  - nirgendwo sonst auf der Welt vor. Insgesamt gibt es rund 69 verschiedene Känguru-Arten. Zu der größten Art zählt das rote Riesenkänguru. In freier Wildbahn zeigen sich Kängurus am häufigsten in den Morgenstunden und in der Abenddämmerung. 

Aussehen
Auffälligstes Kennzeichen fast aller Arten sind die großen hinteren Gliedmaßen, die deutlich größer sind als die schwachen Vorderbeine. Es bewegt sich fort, in dem es überwiegend auf den Hinterbeinen hüpft. Typisch für das Känguru sind auch der kräftige Stützschwanz und der kleine Kopf.  Die Arten ähneln sich hinsichtlich des Körperbaus, unterscheiden sich jedoch beträchtlich in ihrer Größe. So erreicht das Zottel-Hasenkänguru eine Körperlänge von 30 bis 40 Zentimeter und bis zu 1,9 Kilogramm Körpergewicht, während das große männliche Exemplare des Roten Riesenkängurus bis zu 1,8 Meter Höhe erreichen und 90 Kilogramm schwer werden kann. Diese großen Tiere sind in der Lage, bis zu 12 m weit zu springen und sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h.

Ernährung
Alle Kängurus sind Pflanzenfresser. Sie ernähren sich von Gras und Pflanzenschößlingen. Mikroorganismen im mehrteiligen Magen helfen bei der Verarbeitung schwer verdaulicher Nahrung, auch käuen sie manchmal ihre Nahrung wieder. Das führt dazu, dass Kängurus auch in Regionen mit spärlicher Vegetation überleben können.

Fortpflanzung
Ein ganz besonderes Merkmal bei den Känguru-Weibchen ist die Art der Brutpflege. Ein Junges wird nach einer Tragezeit von etwas mehr als einem Monat geboren. Nach der Geburt im Fell kriecht das kleine Tier, das zu dem Zeitpunkt noch keine Haare und noch kein ausgebildetes Seh- und Hörvermögen hat, in den Beutel der Mutter. Forscher gehen davon aus, dass das Neugeborene durch den Geruchssinn geleitet wird. Da die Vorderpfoten der Mutter zu groß sind, um das Junge in den Beutel zu stecken, muss das kleine Känguru den Weg dorthin alleine finden. Je nach Art bleibt das Junge fünf bis neun Monate im Beutel der Mutter. Hier befinden sich auch die Milchdrüsen für die Nahrungsaufnahme des Känguru-Babys. Mit einem Gewicht von zwei bis vier Kilogramm – je nach Art – verlässt das Junge den Beutel es bleibt jedoch noch ein bis anderthalb Jahre bei der Mutter. In dieser Zeit ernährt es sich von der Mutter indem es den Kopf in den Beutel steckt. .