Infos: Flora - Kasuarine
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Die Kasuarinen (botanisch Casuarina) gehören zur Pflanzenfamilie der Kasuarinengewächse, die vier Gattungen mit insgesamt ca. 90 Arten umfasst; die bekannteste Art ist die „Schachtelhalmblättrige Kasuarine“ (Casuarina equisetifolia). In der botanischen Systematik sind Kasuarinen Bedecktsamer (Magnoliophyta), Unterklasse Rosenähnliche (Rosidae) und Ordnung Buchenartige (Fagales); der Pflanzenname stammt von der Ähnlichkeit der Zweige mit dem strähnigen Federkleid des Kasuars (flugunfähiger Laufvogel), der ebenfalls in Australien beheimatet ist. Im normalen Sprachgebrauch werden die Pflanzen auch als Schachtelhalmbaum, Kängurubaum oder Keulenbaum bezeichnet. Kasuarinen sind immergrüne, schnell wachsende Bäume, die eine Höhe bis zu 30 m erreichen können. Sie haben rutenförmige, herabhängende Zweige, die mit quirlig gestellten Schuppenblättchen, den eigentlichen Laubblättern, belegt sind; die Aufgabe der Fotosynthese wird jedoch von den Zweigen durchgeführt. Je nach Art blühen Kasuarinen ein- oder zweimal im Jahr, wobei die männlichen Blüten in Ährenform sehr unscheinbar sind, die auffälligeren weiblichen Blüten sind oft rötlich gefärbt und bilden lange, hängende Büschel; die Bestäubung der Blüten erfolgt durch den Wind. Für die Verbreitung der Kasuarinen sorgen die Früchte; dies sind trockene Samen, die an der Spitze beflügelt sind (Flügelnüsse). Durch ihren sehr effektiven Verdunstungsschutz und einen geringen Nährstoffbedarf sind Kasuarinen optimal an extrem trockene Standorte angepasst; sie können sowohl im australischen Trockenbusch als auch auf salzhaltigen Lockersanden von Küstenregionen überleben. Die Bäume gehen an den Wurzeln eine Symbiose mit Stickstoff fixierenden Knöllchenbakterien der Gattung Frankia ein, was sie weitgehend unabhängig von Nährstoffen aus dem Boden macht. Kasuarinen sind frostempfindlich und benötigen sehr viel Licht; sie können deshalb gut als Schattenspender eingesetzt werden. Ihr Holz ist resistent gegen Termiten und extrem hart und schwer, es wird deshalb auch teilweise als Eisenholz bezeichnet. Die Verarbeitung zu Balken oder Brettern gestaltet sich sehr schwierig, es ist aber auch oft die einzige Möglichkeit, in Trockengebieten Brenn- oder Bauholz zu erhalten. Die Ureinwohner Australiens stellen aus der inneren Rinde der Kasuarinen-Bäume ein Mittel gegen Zahnschmerzen her, das austretende, süße Gummiharz verwenden sie als essbaren Kaugummi. |
