Australien-klein

Infos: Flora - Myrtenheide

Myrtenheide
©

Die Myrtenheide (Melaleuca quinquenervia) ist eine Art, die der gleichnamigen Gattung der Myrtenheiden angehört. Diese sind vor allem in Neuseeland, Australien und Neukaledonien beheimatet. Sie werden jedoch auch außerhalb dieses natürlichen Verbreitungsgebietes angepflanzt.

Die Myrtenheide ist ein immergrüner Baum, der bis zu 25 Meter hoch wächst. Der schlanke Stamm erreicht einen Brusthöhendurchmesser von 60 – 100 cm. Steht der Baum frei, erreicht er jedoch Höhen von rund 10 Metern. Der Stamm ist in diesem Fall meist kurz und gedreht und endet in einer schmalen Krone. Besonders auffallend ist die weißliche Borke, welche bis zu sieben Zentimeter dick wird. Zahlreiche papierdünne Schichten, von denen sich die äußersten unregelmäßig ablösen, bilden eine dicke Rinde. Die Knospen sind zylindrisch bis rundlich und werden bis zu sechs Millimetern lang und haben eine grünbraune Färbung. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet und besitzen eine feine Behaarung. Sie haben eine elliptische Form und werden von fünf Blattadern durchzogen. Die Blätter werden bis zu neun Zentimeter lang und teilweise bis 24 Millimeter breit. Der Blattstiel ist mit drei Millimetern sehr kurz und besitzt eine hellgrüne Färbung. Die Blätter und die Früchte riechen stark aromatisch. Diese Substanzen können beim Menschen die Atemwege reizen. Die Blüten der Myrtenheide bilden sich in Dreiergruppen aus. Sie liegen dicht beieinander und werden bis zu acht Zentimeter lang. Die Blüten sind ungestielt und zwittrig. Die Kronenblätter sind weiß gefärbt, was die Honigdrüsen gut sichtbar macht. Durch Insekten erfolgt schließlich die Bestäubung. Nach dieser werden unzählige Kapselfrüchte gebildet. Sie sind graubraun und rund vier Millimeter im Durchmesser. Eine Kapsel enthält rund 300 Samen. Diese können bis zu zehn Jahren in ihrer Hülle verweilen, da sie nur bei der Unterbrechung der Wasserversorgung (Frost, Feuer, Verletzungen) freigegeben.

Die Pflanzen werden meisten für Windschutzhecken in Küstennähe verwendet. Auch bei der Aufforstung alkalischer Standorte werden sie eingesetzt.