Australien-klein

Infos: Flora - Silberbaumgewächs

Silberbaumgewächs

Der griechische Meeresgott Proteus ist bekannt für seine Kunst seine Gestalt ständig zu ändern. Nach ihm sind daher die Gattung Protea und die Familie Proteaceae (in deutsch Silberbaumgewächse) benannt. Die einzelnen Pflanzentypen sind in ihrem Aussehen ebenso unterschiedlich, wie die Erscheinungsformen des griechischen Gottes.

Sehr oft sind die Pflanzen immergrün verholzte Bäume, Sträucher oder Halbsträucher. Die Form der Blätter reicht dabei von ungeteilt bis hin zu nadelartig: ganz wie vom Namenspatron vorgegeben. Auch bei den Blüten macht sie ihrem Namen aller Ehre. Die Blüten der Proteusgewächse haben eine auffallend rote oder orangene, vierzählige Blütenhülle, vier Staubblätter und einen oberständigen Fruchtknoten.

Hauptsächlich kommt diese Familie in der südlichen Hemisphäre vor. Am weitesten ist sie in Südamerika und Australien verbreitet. Die Silberbaumgewächse haben sich an die heißen Gebiete angepasst: Viele Arten geben ihre Samen erst nach Waldbrände frei. So müssen sie nicht mit anderen Pflanzen um einen Platz an der Sonne kämpfen und haben durch die Asche einen optimalen Nährboden zum wachsen. Auch bei dieser Überlebensstrategie herrscht Vielfalt. Bei den Banksien überleben die Samen das Feuer eingehüllt in dicke Samenschalen, die Zuckerbüsche schützen sie in den Blütenständen. Die Saat der Silberbäume wird von Nagetieren vergraben und die Silbersamen werden von Ameisen in ihre Bauten getragen.

Bemerkenswert ist auch das Alter der Silberbaumgewächse. Ihre Vorfahren entstanden schon vor 150 Millionen Jahren. Insgesamt gibt es 1600 Arten, 80 Gattung und fünf Unterfamilien. Die Blüten vieler Silberbaumgewächse sind in der Floristik beliebt. Einige Macadamia-Arten liefern essbare haselnussartige Steinkerne.