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Infos: Fauna - St. Andrew's Cross Spider

Saint Andrew's Cross Spider

St. Andrew's Cross Spider
© Down Under Guide

Bildergalerie

St. Andrew's Cross Spider St. Andrew's Cross Spider St. Andrew's Cross Spider

Lateinischer Name
Argiope keyserlingi and Argiope aetherea

Größe
Männchen 3-4 mm, Weibchen 10-16 mm

Verbreitungsgebiet
Die Saint Andrew‘s Cross Spider kommt im östlichen Teil Australiens im Regenwald, in trockeneren bewaldeten Gebieten und auch in Buschland vor (Queensland, New South Wales und Victoria).

Merkmale
Die Sankt-Andreas-Kreuzspinne ist nach den hellen Verzierungen (gezackte Streifen aus bläulich-weißem Spinnweb) benannt, die sie in der Mitte ihres kugelrunden Netzes anbringt und die eine kreuzähnliche Form aufweisen. Weibliche Sankt-Andreas-Kreuzspinnen haben einen silberfarbenen Rückenschild und einen silberfarben, gelb, rot und schwarz gestreiften Oberbauch mit zwei gelben Längsstreifen weiter unten. Wenn die Spinne ruhig dasitzt, hält sie die Beine paarweise zusammengelegt. Die braunen und cremefarbenen Männchen sind kleiner als die Weibchen. Die cremefarbenen Jungspinnen produzieren einen runden "Stabilisator" - etwa einem weißen Deckchen aus Spinnweb vergleichbar, der sie gut tarnt und der ihnen wohl auch als Sonnenschutz dient. Wenn die Spinne heranwächst, nimmt der "Stabilisator" nach und nach Kreuzform an.

Lebensraum
Die Sankt-Andreas-Kreuzspinne baut mittelgroße kugelförmige Netze im niederen Gebüsch. Sie verharrt Tag und Nacht in ihrem Netz. Man hat lang darüber gerätselt, welche Funktion die kreuzartige Netzverzierung (der "Stabilisator") hat. Zunächst dachte man, der "Stabilisator" sei dazu da, das Netz zu stärken oder zu "stabilisieren"; neuerdings glaubt man, er diene dazu, den Beutefang zu unterstützen oder Räuber abzuschrecken. Das streifenförmige Spinnweb reflektiert hervorragend ultraviolette Strahlen. Solche Lichtsignale ziehen fliegende Insekten an, denn mit Hilfe derartiger Lichtsignale finden diese Insekten ihre Nahrungsquellen wie z.B. Blumen, und sie helfen ihnen bei der Orientierung auf freien Flächen. Wenn das "Stabilisator"-Gewebe Insekten anzieht, dürfte es somit die Effizienz des Netzes beim Beutefang erhöhen. Die Netzverzierung könnte aber auch bewirken, dass das Netz und seine Bewohnerin für tagaktive Räuber wie Vögel und Wespen deutlicher zu sehen ist. Andererseits dürfte der Variantenreichtum der Netzverzierung (ein vollständiges Kreuz oder ein unvollständiges; manchmal fehlt es sogar ganz) es dem Räuber schwermachen, das Netz wiederzuerkennen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der "Stabilisator" Räubern wie z.B. Vögeln gegenüber als Warnung dient, sich dem Netz zu nähern. Wenn ein Vogel nämlich einmal seinen Kopf in das klebrige Netz gesteckt hat, muss er hinterher einen großen Aufwand treiben, um sein Federkleid von dem Spinnweb zu reinigen. Er wird es danach nicht noch einmal versuchen!

Nahrung
Die Sankt-Andreas-Kreuzspinne erbeutet Fliegen, Motten, Schmetterlinge, Käfer und Bienen. Bevor sie es beißt, fixiert die Spinne ihr Beutetier, indem sie es mit Spinnweb in eine Art kleines Paket verschnürt. Nur kleine Beutetiere werden möglicherweise sofort gebissen.

Paarung und Fortpflanzung

Die Paarungszeit liegt im Sommer und Herbst. Die Paarung kann für die im Verhältnis zur Partnerin kleinere männliche Spinne gefährlich werden! Eines oder mehrere Männchen sitzen im oberen Bereich des Netzes - manchen von ihnen fehlt vielleicht ein Bein. Das sind die Überlebenden früherer Paarungsversuche mit rabiaten Weibchen! Das Männchen produziert einen Spinnwebfaden innerhalb des Netzes, auf den es das paarungsbereite Weibchen lockt, indem es ihn bewegt. Das Weibchen legt sein birnenförmiges Eisäckchen in einem Gespinst aus Fäden ab, oft zwischen Blättern, wo das grünlich schimmernde Säckchen gut getarnt ist. Trotzdem werden die Eisäckchen oft von Parasiten (Wespen und Fliegen) heimgesucht.

Der Biss einer St. Andrews Cross Spider
Wie alle anderen Radnetzspinnen auch, neigt die St. Andrews Cross Spider nicht dazu, zuzubeißen. Kommt es doch einmal zu einem Biss, reichen die Symptome von leichtem Schmerz, Taubheitsgefühl und Schwellung an der Biss-Stelle, bis hin zu Übelkeit und Schwindel. Sollten die Symptome nicht schnell nachlassen ist unbedingt eine medizinische Abklärung notwendig. Denn auch wenn das Gift der Spinne normalerweise für Menschen nicht gefährlich ist, können doch gelgentlich allergische Reaktionen hervorgerufen werden.