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Lebensraum Fast ein Drittel aller australischen Vogelarten ist im Kakadu-Nationalpark im Northern Territory anzutreffen. Unter ihnen auch der Jabiru (Jabiru mycteria), der einzige in Australien lebende Vertreter der Störche, den man sonst vor allem im Norden und Osten Australiens in Küstennähe findet. Viele der sonst im Norden lebenden Störche verbringen die Regenzeit im Osten des Landes und kehren anschließend wieder an ihre angestammten Plätze zurück.
Aussehen Den Jabiru oder „black-necked stork“ kann man, wie sein Name schon sagt, an seinem schwarzen, in der Nähe jedoch eher grünlich schimmernden, Hals und Kopf und natürlich an seinen roten Storchenbeinen erkennen. Der Körper ist schwarz und weiß. Mit seinen durchschnittlich 130 Zentimetern Höhe und cirka 230 Zentimetern Spannweite ist er ein ganz beeindruckender Vertreter seiner Gattung. Die australischen Störche haben schwarze leicht gebogene Schnäbel und nur an ihrer unterschiedlichen Augenfarbe kann man die männlichen von den weiblichen Störchen unterscheiden. Schwarze Pupillen gehören zum männlichen Jabiru und gelbe Augen zeichnen die weibliche Vertreterin der Gattung aus. Jungstörche sind größtenteils hellbraun, mit weißem Bauch und dunklen Beinen.
Ernährung Am Rand von Seen und Lagunen sind die Jabirus häufig alleine, zu zweit oder im größeren Verband anzutreffen. Hier in den Feuchtgebieten finden die scheuen Tiere ihre Nahrung. Jabirus ernähren sich von allem, was in den Sumpfgebieten lebt. Fische, Frösche, Reptilien und Insekten, aber auch Aas, kleine Säugetiere und Vögel.
Fortpflanzung Von März bis Mitte Juli bauen sich die Jabirus auf Bäumen oder Sträuchern, oder aber von Wasser umgeben auf dem Boden der Sümpfe, die typischen plattformartigen Storchennester aus Gras und Zweigen. Das monogame Storchenpaar bleibt in der Regel sehr lange, oft für das ganze Leben, zusammen, brütet abwechselnd und versorgt dann gemeinsam die Jungtiere.
Da die Jabirus auf Umwelteinflüsse sehr stark reagieren und rund um ihre Brutplätze sehr viel Ruhe benötigen, zählen sie heute zu den gefährdeten Tierarten. Im Kakadu-Nationalpark finden sie eine ihren Ansprüchen entsprechende Umgebung und so kann man hoffen, dass die Familie der Jabirus auch noch in vielen Jahren in Australien anzutreffen sein wird.
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