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Barrow Island ist eine rund 200 km² große Insel, etwa 50 km nordwestlich der Westaustralischen Küste entfernt. Sie ist 30 km lang und 12 km breit. Die Haupteinnahmequelle von Barrow Island ist neben dem Tourismus die Erdölförderung. Die Insel gehört der Westaustralian Petroleum Company, die auch einflussreichster Arbeitgeber dieser Region ist.
Namentlich erwähnt wurde die Insel erstmals im 16. Jahrhundert, jedoch bekam sie erst 1816 von Philip Parker King den Namen Barrow Island. 1954 entdeckte man Erdölvorkommen, die seit den 60ger Jahren jedoch regelrecht ausgebeutet werden. Mit über 400 aktiven Ölquellen ist Barrow Island heute der wichtigste Erdöllieferant von ganz Australien.
Die Landschaft von Barrow Island ist recht karg, nur Bohrtürme und brennende Gasfackeln sind von Weitem gut sichtbar. Der Sommer ist mit Durchschnittswerten von über 40 Grad sehr heiß und trocken. Die Erde, so glaubt man, besteht hier nur aus rotem Sand. Die Straßen und Wege auf Barrow Island sind aufgrund der häufigen Trockenheit ebenfalls rot gefärbt.
Auf Barrow Island kommen dennoch vor allem Naturliebhaber voll auf ihre Kosten. Die letzten Perenties leben auf der Insel und diese sind auch das geheime Highlight. Perenties sind die schönsten Riesenwarane (Drachen) mit einem grazilen und faszinierendem Erscheinungsbild. Einige endemische Arten von Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Insekten finden sich zudem ebenfalls in diesem einzigartigem Ökosystem. Demnach ist Barrow Island ein seltener Glücksfall der australischen Evolution. Unvergleichliche, von der Regierung geschützte Biotope, zeigen diese wunderschöne Flora und Fauna, die zudem von der Erdölförderung nicht zerstört werden darf. Besonders im Norden der Insel finden sich unberührte Naturlandschaften wieder.
Australien ist auf Barrow Island ein Vorreiter für Umweltschutz der Extraklasse. Der verseuchte Boden wird regeneriert, jeder Abfall wird recycelt und offene, nicht mehr benötigte Bohrstellen werden zementiert und in die vorher bestandene Landschaft wieder integriert.
Barrow Island, eine Insel in perfekter Koexistenz zwischen Industrie und Umweltschutz, die aufgrund der beeindruckenden Tierwelt immer eine Reise wert ist.
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