Kakadu National Park Reisebericht

Kakadu National Park Australien

In Australiens Northern Territory befindet sich der Kakadu Nationalpark, einer der interessantesten Nationalparks Australiens.Wegen seiner kulturellen Stätten und seines landschaftlichen Charakters wurde der Park bereits vor Jahren als UNESCO Weltnaturerbe ausgewiesen.

Der Kakadu Nationalpark hat landschaftlich außergewöhnlich viel zu bieten. Hochplateaus mit bizarren Sandsteingebilden wechseln sich ab mit Wäldern aus Eukalyptus und Brotfruchtbäumen, mit weiten Steppen oder Mangrovensümpfen. Für eine Reise in den Nationalpark ist die Trockenzeit am besten geeignet, denn vom November bis Mai sind viele Feuchtgebiete überschwemmt und wechseln fast nahtlos ins Meer über.

Der Park bietet viele Möglichkeiten, einige Tage die paradiesische Landschaft zu genießen. Von Campingplätzen aus kann der Tourist aufbrechen zu Bootsausflügen, Angeltouren, Wanderungen oder sogar Rundflügen. Im Nationalpark wurden überall Rundwege angelegt, über die man gefahrlos zu Tierbeobachtungsplätzen oder bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten gelangen kann. In Ubirr gibt es sogar eine Aussichtsplattform im obersten Bereich der Bäume. Von dieser Stelle aus hat der schwindelfreie Besucher einen himmlischen Blick über den Mangarre Monsunwald.

Karte Kakadu National Park AustralienUnzählige Felsmalereien beschreiben das frühere und teilweise auch heutige Leben der australischen Ureinwohner, die dieses Gebiet möglicherweise bereits vor etwa 50.000 Jahren bevölkerten. Rundwege am Nourlangie Rock oder am Ubirr Rock führen zu überaus alten Felszeichnungen. Diese wunderschönen Gemälde aus Erdfarben beschreiben das geheimnisvolle Leben der Aborigines. Noch mehr über ihre besondere Kultur kann der interessierte Besucher im Visitor Centre in Jabiru oder im Aboriginal Kulturzentrum in Cooinda erfahren. Aborigines führen vor wie sie leben, tanzen, jagen oder dem Musikinstrument Didgeridoo Töne entlocken.

Der Park ist ein Paradies für Vögel. Rund ein Drittel der australischen Vogelarten tummeln sich hier, vorwiegend in den Feuchtgebieten. Störche, Kakadus, Seeadler und andere Arten lassen sich am besten durch Ferngläser beobachten. Zugvögel nutzen die Strecke über der Gegend zur Durchreise. In den Feuchtgebieten leben außerdem über siebzig Reptilienarten und mehr als fünfzig Fischarten. Besonders reizvoll ist die Gegend um Cooinda. Dort befindet sich die Yellow Waters Lagoon mit einer Fülle an exotischen Wasserpflanzen.

Zu den schönsten Naturerlebnissen zählen die tosenden Wasserfälle des Parks. Am attraktivsten sind die Twin Falls und die Jim Jim Falls. Zu ihren Füssen befinden sich Billabongs. Ein Billabong ist ein spärlich verlaufender Teil eines Gewässers, der oft zum Baden benutzt wird. Bedingt durch Regen- und Trockenzeiten führen die Billabongs oft unterschiedliche Wassermengen und können dementsprechend gefährlich sein. Vor allem, wenn auch Krokodile darin baden.

 
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