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Cutta Cutta Caves National Park in Northern Territory

Beeindruckende Kalksteinhöhlen

Cutta Cutta Caves National Park
© Tourism NT

Nur etwa 30 km südlich von Katherine, dem am Stuart Highway gelegenen Zentrum des Never Never Countrys, liegt der Cutta Cutta Caves Nationalpark mit den einzigen für die Öffentlichkeit zugänglichen Kalksteinhöhlen des gesamten Northern Territory. In der Umgebung von Katherine gibt es übrigens noch viele weitere dieser Höhlen, die sich vor ungefähr 500 Millionen Jahren bildeten und noch immer wachsen.

Der Cutta Cutta Caves Nationalpark ist berühmt für seine beeindruckende Formation von Stalaktiten und Stalagmiten, die den Kalksteinhöhlen ein unwirkliches und prähistorisches Gepräge verleihen. Das durch Gänge miteinander verbundene Höhlensystem wurde etwa um 1900 von einem Viehtreiber entdeckt, der „seiner“ Höhle den Namen „Smith’s Cave“ gab. Während des Zweiten Weltkriegs entdeckten britische Soldaten eine weitere Höhle, die sie „16 Mile Cave“ nannten; noch heute kann man an den Stalaktiten dieser Höhle über 300 Schusslöcher erkennen, mit denen die Krieger wohl auf ganz besondere Weise ihren Mut demonstrieren wollten…

Bisher ist nur eine Höhle des über 1.500 Hektar großen Nationalparks frei zugänglich, die jedoch ausschließlich unter sachkundiger Führung besichtigt werden kann. Dies hat seinen guten Grund, denn während der von Dezember bis April dauernden Regenzeit kann es vorkommen, dass die Höhlen von den Regenmassen überflutet werden. An den Schmutzrändern im Deckenbereich kann man den bisher höchsten Wasserstand deutlich erkennen und man sieht diese Vorsichtsmaßnahme zweifellos ein. Die angenehmste Jahreszeit für einen Besuch im Nationalpark ist von Mai bis August.

Und wer sich in die 15 m tief unter der Erde gelegene Höhle wagt, den erwartet eine faszinierende Welt mit bizarren Kalksteinablagerungen, harmlosen Baumschlangen und von der Decke herabhängenden seltenen Hufeisen- und Geistfledermäusen. Man hat nur eine Chance, die winzigen und blitzschnellen Tierchen zu sehen, wenn sie schlafen. Im Flug sind sie mit dem bloßen Auge praktisch nicht zu erkennen und hinterlassen lediglich den Eindruck einer huschenden Bewegung. Die geführte Tour durch die Kalksteinhöhle dauert etwa zehn Minuten und es ist empfehlenswert, eine eigene Taschenlampe mitzubringen. Doch auch der Weg zur Höhle und der auf einem anderen Pfad erfolgende Rückweg zur Ausgangsstation bieten Sehenswertes, da man an interessanten Felsformationen und eingestürzten Höhlen vorbeikommt.

Die Höhlenwelt des Cutta Cutta Caves Nationalparks gewährt dem Besucher einen Einblick in die gewaltigen gestalterischen Kräfte von Gestein und Wasser, und lässt unsere schnelllebige Zeit plötzlich unwichtig und klein erscheinen.