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Finke Gorge National Park in Northern Territory

Aboriginal-Kultur und Palm Valley

Finke Gorge National Park
© Tourism NT

Seit etwa 350 Millionen Jahren fließt der Finke River durch das Northern Territory in den Pazifik. Der 1967 gegründete Finke-Gorge-Nationalpark gehört zur bizarren Landschaft der Western Mac Donnells. Nur mit einem Allradfahrzeug ist der Nationalpark auf der Piste, die am Fluss entlang führt, teilweise auch durch das ausgetrocknete Flussbett des Finke River, zu erreichen. Kurz hinter der alten Missonsstadt Hermannsburg zweigt die unbefestigte Straße ab. Die Zufahrt von Alice Springs aus führt durch das Gebiet der Arrente Aborigines, deren Vorfahren immer schon in dieser Region gelebt haben. Im Finke-Gorge-Nationalpark finden sich viele Felszeichnungen der Arrente Aborigines und ein großes natürliches Amphitheater, in dem die Arrentes schon vor Jahrtausenden ihre Initiationsfeste gefeiert haben gibt Einblick in eine andere Zeit.

Neben den Zeugnissen der Aboriginal-Kultur ist vor all das Palm Valley Hauptattraktion des Nationalparks. In einer Art Wüstenoase am Palm Creek, einem Zufluss zum Finke River, haben zahlreiche Palmen, oft weltweit die einzigen ihrer Art, die klimatischen Veränderungen vieler Jahrtausende überstanden.

Von Alice Springs aus gibt es organisierte Tagesausflüge ins Palm Valley, es besteht aber auch die Möglichkeit im Nationalpark an ausgewiesenen Plätzen mit sanitären Anlagen und befestigten Grill- und Feuerstellen zu campen. Feuerholz muss mitgebracht werden und Haustiere sind nicht erlaubt. Ausreichend Benzin, Trinkwasser und Verpflegung sind von Vorteil, da es im Park keinerlei Einkaufsmöglichkeiten gibt. Hier gibt es nur Einsamkeit und großartige Naturschönheiten. Beeindruckende Felsformationen und Sandverwehungen, immer wieder unterbrochen von der Farbenvielfalt der Vegetation und dem Lichtspiel in den Billabongs entlang des ausgetrockneten Flussbetts, lassen den Besucher den Lärm der Zivilisation vergessen. Sehr viele Vogelarten gibt es in dieser unberührten Landschaft zu beobachten.

Wo die Straße aufhört, beginnt schließlich das Palm Valley. Hohe Felswände, die mit zahlreichen Palmen besetzt sind, umschließen das Tal und einen See. Kurze Spaziergänge und stundenlange Wanderungen sind hier möglich, die in der Wildnis leicht vergessen lassen, in welchem Zeitalter wir uns gerade befinden.

Der Finke-Gorge-Nationalpark ist das ganze Jahr über für Besucher offen, mit Ausnahme der Tage, an denen nach heftigen Regenfällen der Finke River Wasser führt.

Auch außerhalb des Palm Valley gibt es ausgezeichnete Möglichkeiten zum Bush Walking, mit Informationen zu landschaftlichen Besonderheiten und zur Mythologie der Aborigines.

In den kühlen Monaten von Mai bis September findet auf dem Palm Valley Campground jeweils Freitag und Samstag abends ein Campfire Talk mit einem Ranger statt.

Bringe einen Stuhl mit und Fragen, so die offizielle Einladung des Finke-Gorge-Nationalparks.