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Great Basalt Wall National Park in Queensland

Zu Stein gewordene Erdgeschichte

Great Basalt Wall National Park
© Tourism Queensland

Australien ist zu Recht stolz auf seine Nationalparks, die zum Teil zum Weltkulturerbe gehören. 1124 km nordwestlich von Brisbane, in Queensland, dem mit 1.730.650 Quadratkilometern größten Staat Australiens, liegt das Gebiet des Great Basalt Wall National Park, eines geologisch höchst bemerkenswerten australischen Terrains. Der 1981 gegründete Nationalpark, einer der ursprünglichsten und unzugänglichsten von West-Queensland, ist für die Öffentlichkeit nicht erschlossen, eine Begehung und Besichtigung nicht möglich, da keine Gehwege und keine Fahrstraßen durch das raue Gelände führen, das sich selbst geländegängigen Fahrzeugen verweigert. Die hohe Zerklüftung des Basaltbodens, Geröll und Steinschrunden erlauben keine Erschließung durch Campingplätze oder touristische Einrichtungen wie Versorgungspunkte. In diesem Gelände sind nur wenige Pflanzen heimisch, außer uralten knorrigen Flaschen- und Feigenbäumen kann im dürren Boden nichts gedeihen. Reptilien und seltene Vogelarten dagegen fühlen sich hier wohl. Das 35.200 ha große Gelände rund um die Great Basalt Walls ist von kleinen Besitztümern umgeben, die den Zugang zum Nationalpark verhindern. Der Queensland National Park and Wildlife Service gibt Interessierten aber gerne weitergehende Auskünfte und stellt Informationsmaterial zur Verfügung.

Der Nationalpark teilt sich in zwei Regionen von unterschiedlicher Anmutung. Seinen Namen bezieht der Nationalpark von einer Reihe von außergewöhnlich mächtigen und beeindruckenden Formationen im Westteil des Parks, deren Ausdehnungen 120 km in der Länge, 3 bis 5 Meter in der Höhe und durchschnittlich 8 km in der Breite messen, der Great Basalt Wall. Dabei handelt es sich um einen vor etwa 13.000 Jahren erstarrten und erkalteten Basaltfluss des Toomba Basalt, eines der erdgeschichtlich jüngsten Basaltvorkommen in Queensland. Er ist das Resultat gewaltiger Eruptionen kochendheißer, sehr flüssiger Lavamassen, die tief aus dem Erdinneren durch die Erdkruste barsten und sich über die Landschaft ergossen. Im Vergleich mit dem Nulla Basalt, der sich über 1 bis 4,5 Millionen Jahre lang als glühende Lava über eine Fläche von 5.000 Quadratkilometern verteilte, ist das Volumen des Toomba Basalts sehr viel geringer. Der östliche Teil des Nationalparks, Red Falls genannt, erstreckt sich über 4.700 Hektar. Namensgeber ist ein Wasserfall, der mit seinen kühlen, klaren Wassern dieses Gebiet fast zu einer Oase macht, verglichen mit der üblicherweise in West Queensland herrschenden Trockenheit.

Wer sich für Basaltformationen interessiert und mit dem Zelt unterwegs ist, kann an den Ufern des Burdekin Rivers im Dalrymple National Park, der etwa 42 km von der Stadt Charter Towers entfernt liegt und über die Gregory Development Road erreichbar ist, fündig werden. Auch am Fletcher Creek entdeckt man Basaltvorkommen, auch hier gibt sind Camper willkommen.

Informationen:
EPA Reef and National Parks Information Centre
Old Quarantine Station, Pallarenda
PO Box 5391, Townsville QLD 4810
Phone: (07) 4722 5224
Fax: (07) 4722 5222