Australien-klein

Jardine River National Park in Queensland

Nationalpark in Queensland

Jardine River National Park
© Tourism Queensland

In der Nähe des Südzipfels der Halbinsel Cape York befindet sich die endlose Wildnis eines großen Regenwaldes, der an Jurassic Park erinnert. Auf der Landzunge des nördlichsten Teiles von Queensland finden sich eine üppige Vegetation, hervorgerufen durch eine Menge kleiner Flüsse, die vor Millionen von Jahren einmal eine See gewesen sind.

Einer dieser Flüsse ist der Jardine River, der dem Park zum Namen verhalf und diesen optisch dominiert. Der Jardine River ist darüber hinaus der größte Fluss in Queensland. Der umliegende Sandstein wird durch die fließende Wasser mehr und mehr ausgewaschen. Die daraus resultierenden Felskulissen erinnern an durchlöcherte Schwämme. Zu den weiteren eindrucksvollen Naturschauspielen gehören außerdem zahlreiche Wasserfälle und Felsseen, wie die Twin Falls und die Elliot Falls. Zwischen einem Dach aus dichtem Laub und Weinreben winden sich schäumende Flüsse die mit Urgewalten in die Tiefen des Coral Sees stürzen. Der Ostteil des Parks an der Küste ist Teil des Seeparks, welcher zum Great Barrier Reef gehört. Weiße Sanddünen und eine üppige Vegetation säumen die Küste.

Im Nationalpark findet sich eine weitreichende Auswahl verschiedener Pflanzengruppen. Deren Verbreitung abhängig ist von der Tiefe des Grundwasserspiegels und den vorherrschenden Bodenveränderungen. Auch Feuer ist ein wichtiger Faktor, der die geschützten Arten im Park immer wieder bedroht.

Rund um den Jardine River gibt es eine Menge Möglichkeiten, um verschiedene Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Insbesondere die farbendfrohen Papageien begeistern Vogelkenner. Darüber hinaus finden sich Säugetiere wie die Wallabies, eine Unterart der Kängurus, und andere Nagetiere. Viele der im Park vertretenen Amphibien, unter anderem eine Reihe von Froscharten, stehen unter Naturschutz.

Zum geschützten Bereich des Parks gehören ebenfalls das traditionelle Territorium einiger Ureinwohner des Landes. Das Naturschutzgebiet ist immer noch das zu Hause einiger Stämme, die in der unberührten Natur ihre Tradition am Leben halten. Viele der Plätze tragen aus diesem Grund Bezeichnungen aus dem Sprachgebrauch der Aborigines.

In den Park gelangt man über den Old Telegraph Track, der die erste Herausforderung darstellt. Ein 4WD Fahrzeug ist unabkömmlich. Camping ist auf dem Gelände des Parks erlaubt, allerdings nur an zwei Stellen am Ufer des Jardine Rivers, an den Eliot Wasserfällen und im angrenzenden Heathlands Reservoir. Vor der Ankunft müssen sich Besucher bei einem Ranger registrieren lassen.