Lake Eyre National Park in Südaustralien
Naturphänomene und Traumgeschichten
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Der gewaltige südaustralische Outback ist eines der wenigen unberührten Gebiete dieser Erde. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass die Lebensbedingungen dort mehr als bescheiden und die Gegend an sich unwirtlich ist. Von Adelaide aus ist der Outback gut zu erreichen und eröffnet dem Besucher Naturphänomene von beeindruckenden Ausmaßen. Ein solches Naturereignis ist der etwa 1.230.000 Hektar große Lake Eyre Nationalpark. Wie der Name „Lake“ schon sagt, handelt es sich um einen ausgetrockneten öden Salzsee, der sich bei den seltenen Regenfällen in ein wahres Paradies für Vögel und Wasserbewohner verwandelt. Noch vor 50 Jahren dachte man, dass der Lake Eyre endgültig ausgetrocknet sei und veranstaltete wilde und rekordverdächtige Autorennen, wofür sich die glatte, flache, salzverkrustete Oberfläche des Sees und seine enorme Größe hervorragend eigneten. Meldungen über Wasser, das von Flugzeugen aus gesichtet worden sein sollte, hielt man für Luftspiegelungen und tat dies als Täuschung ab. Doch nach den gewaltigen Regenfällen von 1974 betrug der Wasserstand im Lake Eyre stolze zehn Meter und strafte das Gerücht des ausgetrockneten Sees endgültig Lügen. Sobald sich der See mit Wasser füllt, kann man förmlich dabei zusehen, wie das Leben in dem zuvor völlig öden Seebecken explodiert. Plötzlich kommen Vögel in riesigen Schwärmen, die im See Unmengen von Futter vorfinden. Kaum füllt sich der See mit Wasser, schlüpfen eine Unzahl Krabben und anderer kleiner Krustentiere – sogar Fische tauchen wie aus dem Nichts darin auf. Durch das Wasser löst sich auch das auf der Oberfläche ausgetrocknete und verkrustete Salz auf, sodass das Seewasser um ein Vielfaches salziger ist als Meerwasser. Dieses beeindruckende Schauspiel der Natur tritt etwa alle 25 Jahre ein – zuletzt füllte sich der Lake Eyre 2001. Es ist nicht verwunderlich, dass an einem derart besonderen Ort wie dem Lake Eyre die Traumgeschichten der Aborigines auch ohne Regen prächtig gedeihen. Viele dieser Geschichten sind noch immer das Geheimnis der dortigen Ureinwohner, da sie befürchten, dass, sobald „Uneingeweihte“ von den mystischen Sagen erführen, ihr Land und damit auch die Aborigines selbst, in Gefahr geraten würden. Gerade in den Sommermonaten, die im Outback zu den mildesten gehören, ist ein Besuch des Lake Eyre Nationalparks besonders empfehlenswert. Übrigens – ein Rundflug über den See gewährt einen grandiosen Überblick, für den man nicht weitere 18 Jahre warten muss. |
