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Mitchell River National Park in Victoria

Gigantische Kanookabäume und Riesenfarne

Mitchell River National Park
© Tourism Australia

Der Mitchell River National Park liegt 320 Kilometer östlich von Melbourne im australischen Bundesstaat Victoria. Das Gebiet rund um den Mitchell River umfasst eine Fläche von 12.000 Hektar. Attraktionen des Nationalparks sind Trekkingwege durch die Regenwälder, Rafting auf dem Mitchell und der Den of Nargun, eine Kultstätte der Aborigines. Das Nationalparkgebiet gehört zum Erbe der Gunai und Kurnai Stämme. Die nächsten Nationalparks sind das Buchan Caves Reserve und der Lake National Park. Die nächste Stadt ist Bairnsdale 30 Kilometer südöstlich.

Zu Fuß lässt sich die beeindruckende Natur des Parks am besten auf dem Wanderweg am Westufer des Flusses erleben. Die Tour ist auch für weniger Wandererfahrene in zwei Tagen zu schaffen. Der Pfad führt durch Regenwälder mit gigantischen Kanookabäumen und Riesenfarnen entlang des Flussufers. Ein Paradies für mehr als 150 verschiedene Vogelarten. Ausgangspunkt des 18 Kilometer langen Trekkingweges ist Angusvale. Von dort schlängelt sich der Weg durch die Schlucht des Mitchell River bis zum Den of Nargun. In dieser Höhle unterhalb eines kleinen Wasserfalls sahen die Erzählungen der Aborigines die Heimat ihres legendären Steinmenschen Nargun.

Besonders spektakulär lässt sich der Nationalpark vom Wasser aus erleben. Der Mitchell River kann mit Bootserfahrung in Tagestouren mit Kanus befahren werden. Angeboten werden auch längere Raftingtouren, die durch den Mitchell bis in die Gippsland Seen führen. Ratsam vor allem von Juli bis Dezember.

Die touristische Infrastruktur rund um den Nationalpark beschränkt sich auf eine Picknickstelle mit Grillmöglichkeit in der Nähe des Den of Nargun, die am südlichen Ende des Parks für Autos zugänglich ist. Von dort ist auch der Wohnwagenpark an der Dunbar Road erreichbar, wo Übernachtungsmöglichkeiten bestehen. Campingplätze gibt es in Angusvale. Wildes Campen ist nur an gekennzeichneten Stellen im Park in einer Mindestentfernung von 50 Metern vom Fluss gestattet. Auf den Touren müssen Verpflegungen und Trinkwasser selbst mitgenommen werden.