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Der Mungo National Park, im australischen Bundesstaat North South Wales gelegen, ist der erste National Park des Kontinents der zum UNESCO Welterbe erklärt wurde. Er gehört zum Gebiet der Willandra Lake Region, die 17 ausgetrocknete Seen umfasst, welche sich auf einer 2400 km² großen Fläche erstrecken.
Die Hauptattraktion und beliebtester touristischer Anziehungspunkt des Nationalparks ist der Lake Mungo, der zweitgrößte des Willandra Seen Gebiets. Dieser bietet durch die riesige Düne, die sein Ostufer umgibt, einen unglaublich faszinierenden Anblick. Auf Grund der gigantischen Ausmaße dieser Sanddüne wurde ihr der treffende Spitzname „Walls of China“ verliehen. Je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung werden die Sanddünen in die unterschiedlichsten Farben getaucht, was einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt.
Besondere Berühmtheit und Interesse seitens der Öffentlichkeit erregte der Lake Mungo gegen Ende der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als dort bedeutende archäologische Funde ausgegraben wurden. So fand man weibliche menschliche Überreste, die laut eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen wohl an die 26 000 Jahre alt sind und als „Mungo Woman“ in die Geschichte eingingen. Nur ein paar Jahre später wurden mit dem „Mungo Man“ auch männliche Relikte gefunden, die sogar auf ein Alter von 62 000 Jahren beziffert wurden.
Touristische Höhepunkte im Mungo Nationalpark sind mit Sicherheit die geführten Touren mit einem Aborigines-Ranger, der den Besuchern versteinerte Eukalyptusbäume, altertümliche Wombatlöcher und andere Überbleibsel längst vergangener Zeiten nahe bringt und mitunter auch einiges Wissenswertes über Buschmedizin verlauten lässt.
Zudem bietet sich in der unweit entfernten Mungo Lodge die Möglichkeit, eine Nacht unter freiem Himmel und in angenehmer Atmosphäre am Lagerfeuer mit musikalischer Untermalung zu verbringen, was einem perfekten Tag im Outback des australischen Kontinents noch die Krone aufsetzen wird.
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