News: Gesellschaft - Australien: Katholische Kirche engagiert sich für Bootsflüchtlinge
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In den letzten Jahren sorgten Bootsflüchtlinge in Australien immer wieder für Schlagzeilen. Im vergangenen Dezember zerschellte ein voll besetztes Flüchtlingsboot an den Klippen der Weihnachtsinsel, die zu Australien gehört. Damals kamen 28 Menschen ums Leben, an Bord des Bootes waren ungefähr 90 Asylsuchende aus dem Iran und dem Irak. Schon lange gibt es in Down Under heftige Debatten um die Flüchtlingspolitik. Asylsuchende, die ohne Papiere auf Fischerbooten in australischen Gewässern eintreffen, werden zum Teil jahrelang interniert.
Die australischen Bischöfe haben die Einwanderungspolitik der Regierung in den letzten Wochen mehrfach kritisiert. „Die Kirche Australiens erhebt ihre Stimme immer dann, wenn es um die Verteidigung aller Menschen geht. Unsere Aufgabe besteht gerade darin, allen Menschen in Australien gleichermaßen zu helfen. Das gilt besonders für Flüchtlinge“, sagte Erzbischof Philip E. Wilson, der Vorsitzende der australischen Bischofskonferenz, im Gespräch mit Radio Vatikan. „Wir Bischöfe haben uns diesbezüglich klar geäußert und darauf hingewiesen, dass jeder mit Respekt und Menschlichkeit behandelt werden muss. Deshalb haben wir uns gegen die ungerechten Versuche der Regierung gewandt, das Leben der Migranten schwieriger zu gestalten.“
Die Regierung um Premierministerin Julia Gillard plant seit einigen Monaten neue Gesetze, nach denen Bootsflüchtlinge bereits vor ihrer Ankunft auf dem Festland überprüft und in andere Länder abgeschoben werden können. Dagegen protestieren die Bischöfe öffentlich. - (AK)
© Down Under Guide
2011
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