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Berichten zufolge ist ein Australier in China zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er wegen illegalen Betriebs einer Spielhalle in Shanghai angeklagt worden ist. Nach Angaben der Online-Zeitung ShanghaiDaily.com haben der 44-jährige Al Gokcimen und der 27-jährige Chinesisch-Brasilianer Patrick Liang zugegeben, dass sie sich der Illegalität des Spielbetriebs bewusst waren. Sie gingen jedoch davon aus, dass die Behörden ihre geschäftlichen Aktivitäten nicht als ernstzunehmende Straftat einstufen würden, da sie eher einen Freizeitclub als ein auf Gewinn ausgerichtetes Spielkasino betrieben hätten.
Die beiden Angeklagten sagten vor der 2. Kammer des Volksgerichtshofs in Shanghai aus, dass sie selbst leidenschaftliche Poker-Spieler seien und sich deshalb im Februar entschieden hätten, in einer Mietwohnung eine Spielhalle zu eröffnen. Sie luden andere Spieler ein, die sehr populäre Poker-Variante Texas hold'em zu spielen, bei der jeder Spieler zwei verdeckte und drei gemeinsame offene Karten erhält.
Am Anfang zahlten die Mitspieler in der Mietwohnung für jede Stunde 40 Yuan (7 US-$) und trugen damit zu Einnahmen von 8000 Yan (1400 US-$) im ersten Monat bei. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft einigten sich die Angeklagten mit zwei weiteren Geschäftspartnern darauf, drei Prozent der Spieleinsätze als Provision zu nehmen. Als die Polizei am 19. März in den Spielsalon eindrang, nahm sie 17 Spieler fest und konfiszierte Wetteinsätze im Wert von 29.800 Yuan (5.200 US-$).
Nach Berichten von ShanghaiDaily.com konnte das Gericht nach Anhörung der Beteiligten noch keinen Termin für die Urteilsverkündung nennen. Das in Canberra ansässige Außen- und Handelsministerium hat sich bisher mit dem Fall nicht befasst.
© Down Under Guide
2009
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