News: Wirtschaft - Australische Agrarexporte steigen trotz der Hochwasserschäden
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Die australischen Agrarexporte wachsen trotz der Hochwasserschäden der letzten Wochen deutlich. Das Amt für Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) geht davon aus, dass die landwirtschaftlichen Exporte 2010/11 um neun Prozent auf etwa 23 Milliarden Euro steigen. Die australische Behörde ABARES prognostiziert für das darauffolgende Wirtschaftsjahr 2011/12 ein weiteres Wachstum auf ungefähr 24 Milliarden Euro.
Das Hochwasser und die Überschwemmungen, Dürreperioden in einigen Regionen und der Zyklon Yasi haben zwar lokal zu großen Schäden geführt. ABARES schätzt die so bedingten Einbußen auf 1,7 Milliarden Euro. Doch wenn man sich das ganze Land anschaut, so profitieren die landwirtschaftlichen Betriebe von der höheren Bodenfeuchte. Die Ernte bei den Winterkulturen sei beispielsweise deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr.
Die australischen Landwirte erzielen auf dem Weltmarkt hohe Preise vor allem für Getreide, Obst, Zucker, Ölsaaten, Vieh und Milch. Lange Zeit war die Produktion von Schaffleisch und Wolle ein wichtiger Schwerpunkt der Agrarwirtschaft in Down Under. Während Australien 1970 noch 180 Millionen Schafe besaß, sind es heute nur noch knapp die Hälfte. Der Einbruch der Wollpreise führte seit den 90er Jahren zu einer Dezimierung der Schafherden. Während die Wollproduktion in Australien zurückging, wurde die Erzeugung von Lammfleisch deutlich gesteigert. Von den mehr als 600.000 Tonnen produzierten Schaffleisch jährlich wird heute die Hälfte exportiert.
© Down Under Guide
2011
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