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News: Wirtschaft - Hochwasser in Queensland: Preise für Weizen, Kohle und Stahl steigen

05.01.2011

Die schweren Überschwemmungen in Queensland treiben die Rohstoffpreise in die Höhe. Australien ist der größte Kohle-Produzent der Welt. Im Überschwemmungsgebiet liegt eine der weltweit wichtigsten Kohleförderregionen. Wegen des Hochwassers sind knapp 50 Prozent der Förderanlagen geschlossen. Dazu kommt, dass inzwischen viele Bahnstrecken und Häfen gar nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden können.

Das Land liefert normalerweise etwa 60 Prozent des Weltmarktanteils an Kokskohle für die Stahlherstellung. „Die Bergwerke haben allein an Exporten bestimmt 100 Millionen australische Dollar am Tag verloren“, erklärte Michael Roche, der Leiter des Industrieverbandes Queensland Resources Council. Die Verluste betragen insgesamt schon mehr als eine Milliarde Dollar. Da in einigen Bergwerken am Bowen Basin das Wasser steht, wird es Monate dauern, die Gruben trocken zu legen. Außerdem müssen Maschinen repariert und erneuert werden. Die Exporteure sind zurzeit nicht in der Lage, die Nachfrage zu befriedigen. Japan, China und Korea warten auf die Kohle. Im Jahr 2009 wurden 233 Mio. Tonnen Kohle von Australien nach Asien geliefert. Die Preise für Kohle sind bereits um zehn Prozent gestiegen.

Die Landwirtschaft erleidet ebenso schlimme Verluste. Das vom Wasser überflutete Getreide kann höchstens noch als Viehfutter genutzt werden. „Bei Zuckerrohr ist die Lage ähnlich, wenn man Baumwolle, Obst und Gemüse hinzuzählt, ist man schnell bei einer Millionen Dollar Verlust“, sagte Brent Finlay, Präsident des Bauernverbandes. Die Ernteausfälle werden die Preise hochtreiben.

© Down Under Guide 2011