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News: Politik - Julia Gillard fordert mehr Hilfe für die europäische Wirtschaft aus dem Internationalen Währungsfonds

02.11.2011

Die australische Premierministerin Julia Gillard ist am Mittwochnachmittag in Cannes eingetroffen. Am Donnerstag beginnt in der Stadt an der französischen Riviera der G-20-Gipfel. Die Tagesordnung wird durch die Themen Euro-Rettung und die unerwartete Entscheidung des griechischen Ministerpräsidenten, eine Volksabstimmung über das Rettungspaket abzuhalten, dominiert. Julia Gillard bot nach ihrer Ankunft an, dass über den Internationalen Währungsfonds zusätzliches Geld zur Unterstützung der angeschlagenen europäischen Wirtschaft eingesetzt wird.

„Australien ist bereit, die Mittel für den Internationalen Währungsfonds zu erhöhen. Wir müssen alles tun, um eine weitere globale Finanzkrise zu verhindern“, sagte Gillard der Tageszeitung Daily Telegraph. Nach Einschätzung der australischen Regierungschefin wird die europäische Finanzkrise durch den griechischen Plan einer Volksabstimmung beschleunigt. Mit der Aufstockung der Hilfen aus dem Internationalen Währungsfonds durch die G-20-Staaten lässt sich laut Gillard das Vertrauen der Märkte steigern.

Die Premierministerin forderte die europäischen Regierungen auf, mehr für die Lösung der wirtschaftlichen Probleme in Europa zu tun, andernfalls könne sich eine größere globale Krise entwickeln. Am Abend vor dem G-20-Treffen in Cannes fand eine Krisensitzung mit Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und dem griechischen Regierungschef Papandreou statt. Die EU-Partner zeigten sich verärgert über das Vorhaben Papandreous, eine Volksabstimmung durchzuführen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso forderte den griechischen Regierungschef laut dem Magazin Spiegel.de auf, für Stabilität und nationale Einheit in seinem Land zu sorgen. - (AK)

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