News: Natur - Koalas locken zur Paarungszeit mit Lautstärke
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Forscher fanden jetzt heraus, dass männliche Koalas ihr tiefes und lautes Bellen – durch das sie Rivalen und vor allem Weibchen beeindrucken wollen – mit einem ganz besonderen Organ erzeugen. Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass nur erwachsene Menschen einen tiefsitzenden Kehlkopf besitzen. Inzwischen ist bekannt, dass auch Rot- und Damhirsche einen solchen Kehlkopf haben. Der Koala ist jetzt das erste Beuteltier, bei dem Forscher einen tiefsitzenden Kehlkopf nachweisen konnten. Bei fast allen anderen Tieren sitzt der Kehlkopf oben in der Kehle.
Paarungswillige Koalamännchen bemühen sich darum, ein möglichst tiefes und lautes Bellen mit diesem Organ zu erzeugen: Der intensive Klang soll anderen Männchen und Weibchen vortäuschen, dass sie besonders groß sind. „Lebewesen, die ihren Vokaltrakt durch Herabsetzen des Kehlkopfs verlängern konnten, könnten sich Vorteile im sexuellen Wettbewerb verschafft haben, indem sie größer klangen“, erklärt Benjamin Charlton von der Universität Wien. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass das tiefe und angeberische Bellen der Koalas das Absinken ihres Kehlkopfs bedingt hat.
Koalas gehören zu den Beuteltieren, sie verbringen den größten Teil ihres Lebens auf Eukalyptusbäumen. Ursprünglich waren die Tiere in Australien weit verbreitet, durch die Jagd sind sie in einigen Regionen jedoch inzwischen ausgerottet. Vor allem an der Ostküste in New South Wales und Queensland gibt es größere Koala-Vorkommen. Es gibt ungefähr noch 50.000 bis 80.000 dieser Beutelbären, sie sind vom Aussterben bedroht. - (AK)
© Down Under Guide
2011
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