Wer genug vom Lärm, vom Stress und von den vielen nötigen und unnötigen Events des Alltags hat, aber nicht der Typ für anstrengende Touren auf einsame Gebirgsgipfel oder für einen Aufenthalt im Kloster ist, für den ist Bedarra Island das einzig Richtige.
Mitten im Great Barrier Reef liegt die grüne Insel Bedarra, vom Festland aus in fünfzehn Bootsminuten zu erreichen. Hier halten sich nie mehr als 34 Gäste zur selben Zeit auf und wer niemanden sehen will, der muss das auch während seines ganzen Inselaufenthaltes nicht tun. Hier kann jeder Robinson sein, allerdings ein Robinson mit luxuriöser Versorgung und ohne selbst auf die Jagd gehen oder sich vor Kannibalen fürchten zu müssen.
In gemütlichen Villen mitten im Regenwald mit Blick auf den Ozean kann man hier eine Auszeit aus der geschäftigen Alltagswelt genießen. Einsame Buchten und Sandstrände zwischen beeindruckenden Granitfelsen sind für die Gäste reserviert. Ein einziges, reichlich mit Picknickproviant beladenes Boot für jeden der Strände mit den wohlklingenden Namen Tiki Beach, Orchid Beach oder Valley Beach.. Hier reiht sich nicht ein Handtuch ans andere, hier gibt es nur Sonne, Sand; Meer und Ruhe.
Eine Bar ohne Barkeeper, das Essen wird zwar serviert, aber auch die kleinen Tische sind so platziert, dass keine Unterhaltung mit dem Gast am Nebentisch erforderlich wird. Wer hier nicht ganz alleine herkommt, der kommt, um die ungestörte Zweisamkeit zu genießen.
Wandern, Schwimmen, Lesen, das sind die Beschäftigungen auf Bedarra, wunderbar geeignet, einmal zur Ruhe zu kommen, sich zu verstecken vor der Welt und ihren Anforderungen und doch rundum luxuriös verwöhnt zu werden.
Auf der Westseite der Insel, zwischen Strand und Regenwald, stehen ein paar verfallene Häuser, Bedarra Hideaway. Irgendwann soll dieses Dorf wieder zum Leben erweckt werden, aber derzeit kann man hier ungestört von der Zeit träumen, als hier noch die wenigen eingeborenen Inselbewohner ihr beschauliches Leben führten.
Hin und wieder fährt ein Boot vorbei, das Besucher vom Festland zu anderen Inseln bringt. Diese winken wohl, aber Landgang auf Bedarra Island gibt es nicht. Hier ist die Ungestörtheit seiner Bewohner äußerstes Gebot.
Einziger Nachteil von Bedarra Island ist die andere Seite der Exklusivität. Ungefähr 1000 Euro kostet jede Nacht auf der Trauminsel im Great Barrier Reef. Vor allem die ‚Schönen und Reichen’, die es genießen, einmal nicht gesehen zu werden, halten sich deshalb hier auf.
Das verschwiegene Inselpersonal gibt sein Wissen über die Namen nicht preis und so können die modernen Robinsons weiterhin das genießen, was sie sich sonst mit allem Geld nirgendwo kaufen können: Ruhe und Einsamkeit.