Down Under Guide - Queensland


Cooktown

Cooktown wird oft als erste europäische Niederlassung in Australien bezeichnet. Im Jahre 1770 lief James Cooks Schiff Endeavour auf ein Riff. Zur Reparatur des Schiffes blieb der Kapitän mit einigen Crewmitgliedern in dem Gebiet um die heutige Stadt Cooktown. Ihre Blütezeit hatte die Stadt während des Goldrausches im 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit hatte die Stadt 30.000 Einwohner. Heute leben noch nicht einmal mehr 1.500 Menschen in Cooktown.

Dennoch konnte die Stadt viele der Bauwerke der Kolonialzeit bewahren. Ein Grund dafür mag die Lage der Stadt sein. In der Regenzeit ist Cooktown bis auf Telefon- und Internetverbindungen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Straßen sind zu dieser Zeit unpassierbar und der Flughafen liegt auf der anderen Seite des Flusses, die ebenfalls nicht erreichbar ist. In der Hauptstraße, der Charlotte Street, fühlt man sich wie im Wilden Westen. Die meisten Häuser haben eine Veranda, auf der zum Klischee nur ein alter Bewohner im Schaukelstuhl fehlt. In der Charlotte Street sind außerdem die Geschäfte sowie die alten Pubs, deren Anzahl noch an die frühere Größe der Stadt erinnert.

Nicht verpassen sollte man das James Cook Memorial Museum. Als Kloster gegründet, beherbergt das Gebäude jetzt eine umfangreiche Sammlung rund um den Entdecker des fünften Kontinents. Unter anderem ist der Anker der Endeavour zu sehen. Auf dem Friedhof der Stadt kann der Besucher die oft bewegenden Lebensgeschichten der Siedler auf den Grabinschriften nachvollziehen. Auch der Botanische Garten mit den Stränden an der Finch Bay und der Cherry Tree Bay ist einen Besuch wert.

In der Umgebung ist der Black Mountain-Nationalpark sehenswert. Die über 200 Millionen alten, schwarzen Granitfelsen gaben dem Nationalpark seinen Namen. Lakefield, der zweite Nationalpark in der Nähe, besteht aus einem riesigen Sumpfgebiet. Alleine schon die Fahrt mit einem Geländewagen dorthin ist ein Erlebnis. Auch die Zeugnisse der Aboriginal-Kultur sind eine Attraktion in der Nähe. Im Quinkan Reserve sind Felsmalereien erhalten geblieben. Hope Vale, ein Aboriginal-Dorf in der Nähe kann man mit einer geführten Tour erkunden.