Tasmanien - Notley Fern Gorge State Reserve in Launceston
Unberührter Regenwald
© Tourism Australia |
Im nordwestlichen Teil der Hauptinsel Tasmaniens, vor der australischen Südwestküste, befindet sich ein Naturschutzgebiet, in dem Besucher einen Regenwald vorfinden, der noch genauso aussieht, wie bei der Ankunft der ersten englischen Siedler. Das ist Notley Fern Gorge State Reserve. Dieses 11,42 Hektar große Waldgebiet liegt in einer Schlucht in Tamar Valley. Notley Fern Gorge State Reserve trug ursprünglich den Namen Foresters Hill (nach dem Forester Känguru). 1940 wurde der Regenwald zum Naturschutzgebiet erklärt und erhielt seinen heutigen Namen. Über hundert Jahre lang war das Gebiet in Privatbesitz und wurde nur von wenigen Menschen betreten, die sich hier richtig gut auskannten. Sie schlugen Holz für den Bootsbau oder versteckten sich im Dickicht, um Tiere zu beobachten. Hier leben Kängurus, australische Beutelratten und tasmanische Teufel (eine Beuteltierart die auf dem Festland ausgestorben ist und nur in Tasmanien überlebt hat). Auch exotische Vogelarten sind hier anzutreffen. Dazu gehören schwarze Papageien mit gelben Schwänzen, rosa Rotkehlchen und der Gelbbauch-Dickkopf (Golden Whistler), eine gelb-schwarz-weiße Sperlingsart, die nur im Gebiet von Westaustralien bis Neu-Guinea vorkommt. Notley Fern Gorge State Reserve erhielt den Namen Notley nach einem Ort in England, aus dem eine der Familien stammt, die im Tamar Valley ansässig sind. Sie bezahlten bis 1992 eigene Wildhüter und Landschaftsschützer. Heute steht das Notley Fern Gorge State Reserve unter der Obhut von Bediensteten des australischen Bundesstaates Tasmanien. Eine andere Siedlerfamilie, die Hitchcocks, ermöglicht Besuchern schon seit 1930, die Naturschönheiten der Schlucht zu bewundern, denn sie erlaubte damals, dass durch ihr Land ein öffentlicher Weg gebaut wurde. Der Wald des Notley Fern Gorge Naturschutzgebietes wird von alten, würzig duftenden Eukalyptusbäumen dominiert, die die anderen Pflanzen weit überragen. Der feuchte Boden des Gebietes ist mit weit ausladenden Farnen bewachsen. Der Regenwald ist durch Holzstege erschlossen. Sie sind Teil eines 1,5 Kilometer langen Rundwanderweges der mit Hinweisschildern ausgestattet ist. An seinem Ausgangspunkt befindet sich ein überdachtes Tor, an dem Informationsmaterial über die Vielfalt der hier lebenden Farn- und Moosarten erhältlich ist. Der Weg kreuzt mehrmals den Fluss, der das Naturschutzgebiet durchfließt und führt zum Bradys-Tree. Das ist ein riesiger abgestorbener Baum, der dem Buschwilderer Matthew Brady und seiner Bande Schutz bot, als sie in den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts vor dem Gesetz flohen. |
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