Carnarvon in West Australien
Interessante Reisestation
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Carnarvon, eine kleine Stadt mit nicht ganz 7000 Einwohnern, ist die Hauptstadt der Region Gascogne. Der Gascogne River führt zwar nur etwa vier Monate im Jahr Wasser, besitzt aber ein großes Grundwasseraufkommen. Mit diesem wird ein umfassendes Bewässerungssystem gespeist und dadurch ist Carnarvon Mittelpunkt einer ganzjährigen blühenden Oase in einer sonst trockenen Umgebung. So liegt Carnarvon trotz des geringen Niederschlags inmitten äußerst fruchtbarer Obst- und Gemüseplantagen, die zum Teil auch für Besichtigungen offen stehen. Für Back Packers sind hier in der Ernte-Saison auch immer wieder sogenannte Fruit-picking Jobs zu bekommen, um die Reisekasse aufzubessern. In den frühen Zeiten der Besiedelung Australiens durch die Europäer war die Hafenstadt Carnarvon Versorgungsdepot und Ausfuhrhafen für die umliegenden Schaffarmen. Mit Kamelkarawanen wurde die Schafwolle von afghanischen Kameltreibern über die, aus diesem Grund außergewöhnlich breit angelegte, Robinson Street von den Farmen zum Hafen gebracht. Heute ist die Haltung von Schafen in dieser Gegend eingeschränkt, da die Abweidung durch die fast anderthalb Millionen Schafe in der Vergangenheit den natürlichen Lebensraum der einheimischen Tiere sehr stark zerstört hat. Carnarvon bietet dem Besucher einige lohnenswerte Erinnerungen an die Zeit der ersten europäischen Siedler. Historische Gebäude wie die Jubilee Hall oder das Old Post Office im Stadtzentrum sind im typisch viktorianischen Stil erbaut und sehr gut erhalten. Auch die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute Landungsbrücke Old Mile Jetty mit dem Museum im Lighthouse Cottage ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Für eine ganz andere Zeit steht dagegen The Great Dish, die Satelliten-Beobachtungsstation aus den sechziger Jahren. Hier war die Bodenstation, die die entscheidenden Kommandos beim ersten Flug zum Mond gab. Deshalb gibt es auf dem ehemaligen NASA-Gelände auch ein Museum mit Ausstellungsstücken der ersten Mondlandung. Zurück zur ursprünglichen Natur führt ein Ausflug zu den Blow Holes am Point Quobba. Durch etwa 30 Felslöcher direkt vor der Küste werden hier mit riesigem Druck die Wellen gepresst und es entsteht ein beeindruckendes Schauspiel durch diese bis zu 20 Meter hohen Wasserfontänen. Ein Stück südlich der Blow Holes liegt ein schöner durch ein vorgelagertes Korallenriff geschützter Strand. Auch ein Campingplatz ist vorhanden. |
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