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Coober Pedy in Südaustralien

Opale und unterirdische Wohnungen

Coober Pedy
© Down Under Guide

Wer den Stuart Highway zwischen Marla und Woomera bereist, der stößt irgendwo in der Weite des Outback auf die kleine Ortschaft Coober Pedy. Nicht umsonst ist Coober Pedy die Opal-Hauptstadt, denn die Gegend verfügt über enorme Opal-Vorkommen. Die Mondlandschaft um Coober Pedy diente zahlreichen Filmklassikern (zum Beispiel „Mad Max“) als Kulisse. Vom örtlichen Flugplatz kann man zu den Anna Creek Painted Hills starten, die Hügelformation in Besitz der Anna Creek Station wurde von den Eigentümern lange geheim gehalten und darf nur überflogen – nicht aber betreten werden.

Wer durch Coober Pedy schlendert, sollte sich nicht zu leichtsinnig umschauen. Am Boden lauern – ohne jeglichen Warnhinweis - zahlreiche Minenschächte, daher sollte man die Nase „nicht zu hoch tragen“. Absolut sehenswert sind die Opal-Minen, die jedoch nur mit Genehmigung und auf eigene Gefahr betreten werden dürfen. Aber auch dem örtliche Friedhof, der teils kurioses zu bieten hat, sollte man einen Besuch abstatten. Die dortigen Grabsteine muten teilweise recht exotisch an, das Grab eines Deutschen ziert sinnigerweise ein Bierfass.

Coober Pedy ist nur etwas für hart gesottene Hitze-Fetischisten, Sommertemperaturen von 40 Grad Celsius und mehr sind hier Standard. Das private und gesellschaftliche Leben wurde daher einfach unter die Erde verlegt. Egal ob Hotels, Kirchen oder Privatwohnungen – alles wurde in den Fels gegraben. Unter der Erde herrschen angenehme 21 Grad Celsius und dieses vollkommen andere Leben kennen zu lernen ist ein Abenteuer. Die komfortable Ausstattung der Wohnhöhlen – dugouts genannt - steht dem Wohnen über der Erde in nichts nach. Ausreichende Frischluftzufuhr erfolgt über zahlreiche Kanäle, lediglich der Verzicht auf Fenster ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Bewohner dieses staubigen Ortes versuchen sich das Leben fernab der Zivilisation so angenehm wie möglich zu machen, selbst ein Golfplatz wurde angelegt. Zugegeben - es fehlt dem Green das charakteristische Grün, behelfsweise markiert sich der findige Golfer sein Ziel mit kleinen „mobilen“ Rasenstücken.

Berühmtestes Original von Coober Pedy ist wohl der aus Bayern stammende inzwischen recht betagte Baron Arvid von Blumental. Er begab sich in jüngeren Jahren auf abenteuerliche Krokodiljagden und bekam so den Namen „Crocodil Harry“ weg. Seine Geschichten dienten als Vorlage zu „Crocodile Dundee“ - ob Crocodil Harry wirklich Baron war bleibt bis heute sein Geheimnis.