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Verlässt man Cairns auf dem Captain Cook Highway in Richtung Norden, wird man an der ersten Ausfahrt nach dem Flughafen direkt nach Machans Beach gelotst. Die kleine Gemeinde besteht ausschließlich aus Bungalows, höchstens aus zweistöckigen Gebäuden, die in ihren Gärten von hohen Palmen umringt sind. Entlang der Machans Street gelangt man an den Strand, der bei Flut kaum wahrnehmbar ist. Erst bei Ebbe kann man hier baden und fischen - wie es die meisten Einwohner tun.
Das verträumte Städtchen wurde im 19. Jahrhundert gegründet und ist nördlich von Cairns eine der ältesten Gemeinden, die am Meer liegen. Hier erwarben die ersten weißen Siedler Richard und Cristina Machan um 1920 große Ländererein und gaben dem Ort seinen heutigen Namen. Der Regenwald wich Zuckerrohrplantagen, einem der Haupteinnahmequellen von Machans Beach.
Obwohl der Ort schon so alt ist, wundert sich der Besucher dennoch über die ständige Aufbruchsstimmung hier. Entlang des Strandes sind noch viele unbebaute Grundstücke zu kaufen, die überall anzutreffenden Pickups sowie die geschäftige und freundliche Betriebsamkeit der Bewohner vermitteln den Eindruck, als stünde man hier ständig am Neubeginn. Man redet sich grundsätzlich mit Vornamen an - kein Wunder hier kennen sich alle 1200 Einwohner persönlich. Als Reisender wird man freundlich empfangen und man hat das Gefühl, als gehöre man mit dazu.
Machans Beach ist im Gegensatz zu den anderen Stränden nördlich von Cairns wenig touristisch erschlossen. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts bauten hier die Einwohner Cairns ihre Ferien- und Wochenendhäuser. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich die kleine autonome Gemeinde, die über zwei Schulen, eine Tankstelle, einen kleinen Supermarkt, ein Postamt, ein Gemeindehaus, ein Restaurant, einen Takeaway-Imbiss und ein paar Ferienhäuser verfügt. Die zum Teil luxuriös und mit neuestem technischem Standard ausgestatteten Anlagen mit Pool liegen unmittelbar am Meer und sind zu einem halbwegs erschwinglichen Preis wochen- aber auch tageweise zu mieten.
Wer ein paar Wochen oder - wer es sich zeitlich leisten kann - ein paar Monate in Machans Beach verbringt, wähnt sich zurückversetzt ins Paradies und wer das Glück hat, an der O' Shea Esplanade zu wohnen, wird mitten in den Tropen morgens von der aufgehenden Sonne geweckt, die über die Veranda in die Zimmer scheint. Zum Strand braucht man nur über die schmale Straße zu gehen und seinen Liegestuhl aufstellen. Der private Charakter des Strandes wird durch die kleinen gepflegten bunten Holzhäuschen noch unterstrichen. Ein paar größere Sandbänke nördlich und südlich des Ortes gelten als Geheimtipp zum Sonnen und zum Baden und wahrlich - bis auf ein paar Einheimische und Touristen ist hier niemand anzutreffen.
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