Rockhampton in Queensland
Rinder, wohin das Auge blick
© Tourism Australia |
Als ob die mehr als zwei Millionen Rinder in und um Rockhampton nicht schon genug wären: Die gesamte Stadt ist voll von riesengroßen Kuh- und Stierbildern und -figuren, die auch den letzten Unwissenden deutlich machen, dass man hier in der australischen Rinderhauptstadt ist. Könnte man die Rinder nicht sehen, man würde sie auf jeden Fall riechen, denn über die gesamte Stadt verbreitet sich ihr charakteristischer Geruch. Bei so vielen Rindern fehlen natürlich auch die Cowboys in ihren derben Stiefeln und mit den typischen breitrandigen Hüten nicht. Sie bevölkern die ganze Stadt, bringen Leben in die Pubs und Steaklokale und messen ihre Kräfte bei Rodeo-Wettkämpfen. Viktorianische Häuser säumen die breiten Straßen und zeugen von der einstigen Blütezeit im 19. Jahrhundert, als hier Gold- und Kupferminen abgebaut und auch bereits Rinder gezüchtet wurden. Ansonsten stehen überall auch die üblichen Queenslander-Häuser. Rocky, wie die Rockhamptoner ihr Städtchen liebevoll nennen, liegt direkt am südlichen Wendekreis, auch Wendekreis des Steinbocks genannt, nach dem wiederum auch die Capricorn Coast (=Steinbock-Küste) benannt ist, von der Rocky nur 40 km entfernt liegt. Mitten durch die Stadt fließt der Fitzroy. Nicht weit vom Ufer des Fitzroy befindet sich die Rockhampton City Art Gallery mit beeindruckender australischer Malerei. Das Dreamtime Cultural Centre im Norden der Stadt befasst sich mit der Geschichte der Aborigines. Dort kann man sich auch zeigen lassen, wie man einen Bumerang richtig wirft. Noch etwas weiter nördlich trifft man auf das Heritage Village aus nachgebauten historischen Gebäuden, in denen man Bewohnern in historischer Tracht bei der Arbeit zusehen kann. Eine Oase der Ruhe sind Rockhamptons Botanische Gärten – idyllisch angelegte Japangärten und Lagunenlandschaften mit tropischen und subtropischen Bäumen sowie einem kleinen Zoo. Sehenswert sind auch die Kershaw Gardens. Im Sommer kann es in Rockhampton extrem heiß werden. Zum Glück ist es nicht weit nach Yeppoon an der Küste, wo immer eine frische Brise weht. Von dort fahren auch Schiffe zu den strahlend weißen Stränden auf Great Keppel Island. Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit bei Rocky sind die Capricorn Caves, faszinierende Kalksteinhöhlen mit zahlreichen Verzweigungen, die zum Teil so eng sind, dass sie so vielsagende Namen wie „Fat Man’s Misery“ tragen. |
