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Connie Sue Highway in Südaustralien

Von Rawlinna bis Warburton (650 km)

Connie Sue Highway
© Down Under Guide

Len Beadell, der in den 60er Jahren mit seiner Gunbarell Road Construction Party in kurzer Zeit viele Tracks, vorwiegend für militärische Zwecke, durch das Outback getrieben hat, benannte diese Straße nach seiner Tochter Sue, die mit ihren Eltern schon als Baby fünf Monate ihres Lebens “auf der Straße“ verbracht hatte.

Von Rawlinna bis Warburton führt die Strecke 650 Kilometer von Süden nach Norden, fast immer geradeaus, durch das Outback. Heute wird die Strecke nur noch von Offroad Fans befahren, die hier das Abenteuer suchen.

Die Piste kreuzt die Great Central Road und den Anne Beadell Highway und führt ein großes Stück durch Aborigine-Land. Um Ngaanyatjarra Lands, das Aborigine-Reservat, durchqueren zu dürfen, wird eine spezielle Erlaubnis benötigt, die vor Beginn der Reise bei der Aboriginal Cooperation oder beim Department for Indigenous Affairs beantragt werden muss. Die Tour über den Connie Sue Highway bedarf auch sonst einer sehr guten Vorbereitung. Unterwegs gibt es keinerlei Versorgungsstationen und kein Trinkwasser. Lebensmittel, Wasser, Treibstoff und neben dem nötigen Werkzeug und Ersatzteilen auch die Befähigung, Reparaturen am Fahrzeug durchführen zu können, müssen mitgebracht werden.

Die Piste führt zu einem großen Teil über Sanddünen und um eine Kollision mit entgegenkommenden Fahrzeugen auf der Spitze einer Düne zu vermeiden, ist es deshalb ratsam, an der Spitze des Fahrzeugs eine so genannte Dünen-Fahne anzubringen. Die Strecke wird zwar nur selten befahren, noch seltener als der bekannte Gunbarell Highway und seltener sogar als der Anne Beadell Highway, aber trotzdem ist diese Vorsichtsmaßnahme ratsam.

Vier bis sechs Tage dauert die Fahrt, die Temperaturen im Sommer können unterwegs bis zu 50 Grad Celsius ansteigen, sogar 60 Grad wurden in Ausnahmefällen schon gemessen. Wesentlich angenehmer ist die Tour durchs Outback deshalb im australischen Frühling oder Herbst. Grundsätzlich möglich ist die Bewältigung des Highways auch im Winter, allerdings besteht hier die Gefahr, dass manche Abschnitte der Piste wegen starker Regenfälle tagelang nicht befahrbar sind.

Der Connie Sue Highway führt durch die typisch australische Wüstenlandschaft. Niedrige Büsche und Spintifex Gras sind fast die einzige, dort zu findende Vegetation und wo keine Sanddünen die Sicht behindern, reicht der Blick über die beeindruckende einsame Outback-Landschaft bis zum Horizont.

Die Tour über die Piste des Connie Sue Highways sollte von ungeübten Offroad Abenteurern nicht unbedingt als Einstieg in die Erkundung des australischen Outback gewählt werden. Mit etwas Erfahrung und der notwendigen Ausrüstung jedoch ist die Expedition zwar sehr anstrengend, hinterlässt aber bei jedem, der das Abenteuer und Australien liebt unvergessliche und großartige Erinnerungen.