Great Central Road in West Australien
1126 km Einsamkeit
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Wer sich entschlossen hat, die Great Central Road von Laverton nach Yulara zu befahren, sollte sich über eins im Klaren sein: Die Great Central Road führt in eine der einsamsten Regionen dieser Erde. Bevor die Reise in Laverton beginnt, ist es ratsam, sich bei der Polizei zu erkundigen, in welchem Zustand die Straße ist und ob sie überhaupt befahrbaren werden kann. Der geländetaugliche Wagen sollte in einem erstklassigen Zustand sein, denn eine Panne mitten in der Wildnis kann fatale Folgen haben. Ausreichend Wasser, haltbare Lebensmittel, sowie strapazierfähige Kleidung, robustes Schuhwerk und Sonnenschutzmittel (von LSF 20 an aufwärts) sind Pflicht im australischen Outback. Die Polizei hat außerdem immer ein paar nützliche und manchmal überlebenswichtige Tipps für die 1126 km lange Strecke. Die Great Central Road beginnt vielversprechend, gut begradet und breit, aber leider nicht auf Dauer. Die Straße wird schnell uneben und es gilt, seenartige Wasserlöcher zu umfahren. Die Landschaft erinnert an die Oberfläche des Mondes, unendlich weit und flach, roter Sand und vereinzelt ein paar Gumtrees und verdorrte Büsche. Nach ca. 200 km taucht das erste Roadhouse auf. Diese kleinen Pensionen mit Tankstelle werden meist von Aborigines bewirtschaftet, die in für Touristen unzugänglichen Gemeinden, noch traditionell leben und jagen. Hier kann man für wenig Geld übernachten, eine einfache Mahlzeit essen und sich den Staub aus den Haaren waschen. Nachts hört man nur die Dingos heulen, ansonsten ist es fast unwirklich still. Weiter geht die Reise zum knapp 230 km entfernten Warakurna Roadhouse. Die Landschaft wird hügeliger und die wilden Kamele erfordern viel Geduld. 100 km vor Giles wird zwar die Vegetation üppiger, aber die Straße mehr als schlecht. Sie ist jetzt einspurig und grobsteinig, so dass man selbst bei 30km/h ordentlich durchgeschüttelt wird. In der meteologischen Station in Giles ist man tatsächlich am abgelegensten Ort Australiens. Obwohl die Straße hier sehr schlecht wird und man durch sandige Flussbetten nur sehr schwer voran kommt, lohnt sich ein Abstecher nach Docker River. Das Panorama der Peterman Ranges ist atemberaubend schön. Von hier aus sind es noch 320 km nach Yulara. Jetzt beginnt die Straße sandig zu werden und ab hier ist Aboriginal Land und das Campen verboten. Nach 150 km beginnt der Kata Tjuta Nationalpark und wilde Dingos begleiten die Besucher. Die letzten 20 km ist die Great Central Road in einem sehr schlechten Zustand und man muss Schrittgeschwindigkeit fahren, aber das Ziel Yulara ist erreicht und die Zivilisation holt jeden Abenteurer wieder ein. |
