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Sandover Highway in Northern Territory

550 km vom Roten Zentrum bis nach Lake Nash

Sandover Highway
© Down Under Guide

Zum Sandover Highway führt der Weg von Alice Springs aus zunächst auf dem Stuart Highway 68 Kilometer Richtung Norden, bis die Straße auf den Plenty Highway trifft. Nach noch einmal 27 km zweigt der Sandover Highway vom Plenty Highway ab und führt etwa 500km Richtung Nordwesten bis zum Lake Nash Homestead.

Wie der Plenty Highway ist auch der Sandover Highway eine Verbindung vom Red Center zum Nordwesten Queenslands. Für die Piste vom Plenty Highway bis Lake Nash muss nicht unbedingt ein allradbetriebenes Fahrzeug zur Verfügung stehen, mit einem normalen Fahrzeug ist jedoch auf der oft schwer zu befahrenen Strecke große Vorsicht geboten. Sehr wichtig ist in jedem Fall, genügend Trinkwasser und Reservetreibstoff an Bord zu haben, da sich die Strecke bis Lake Nash sehr in die Länge zieht.

Auf allen Straßen in dieser Region kann die trockene Lehmerde der Piste bei starkem Regen in kurzer Zeit unbefahrbar werden. Ein weiteres Problem stellt der für die Gegend typische, extrem rutschige Bulldust, eine Art Lehmstaub, dar, vor allem bei unvermuteten Begegnungen mit den großen Roadtrains, die den Sandover ebenfalls befahren.

Der erste Teil der Strecke von der Sandover Abzweigung bis zum Ammaroo Homestead durchquert ein halbtrockenes und einigermaßen eintöniges Gebiet. Ein ausgedehntes Grasland, das teilweise von Rindern beweidet wird, ab und zu unterbrochen von privaten Seitenstraßen, die in Aborigines Gebiet führen und ohne spezielle Genehmigung nicht befahren werden dürfen.

Die Route führt vorbei an Utopia Station, dem Zentrum verschiedener Aborigines Communities dieser Gegend. Hier ist die Zufahrt auch ohne Genehmigung erlaubt, so dass die Möglichkeit besteht, im Arlparra Store, Lebensmittel und Benzin aufzufüllen, auch medizinischer Versorgung und Informationen über den Straßenzustand der folgenden Strecke gibt es hier. Im kurz darauf folgenden Ammaroo Homestead existiert mittlerweile keine Versorgungsmöglichkeit für Reisende mehr, Arlparra ist also bis kurz vor Ende des Sandover Highway die letzte Versorgungsstation.

Die Piste führt von hier aus weiter durch eine mit Spintifex und kleinem Buschwerk bewachsene Ebene und wird aufgrund der Bodenbeschaffenheit der Piste, die Offroad Kennern unter ‘blackoil plain’ bekannt ist, schon nach kleineren Regenfällen unbefahrbar. Deshalb ist es sehr wichtig, vor dem Aufbruch zum zweiten Teil des Tracks in Arlparra Erkundigungen über die aktuellen Straßenverhältnisse einzuziehen.

Die nächste Möglichkeit, Lebensmittel und Treibstoffvorräte zu ergänzen gibt es erst kurz vor Lake Nash, in der Alpurrurulam Aboriginal Community. Im nicht mehr weit entfernten Lake Nash Homestead endet der Sandover Highway und es gibt nun die Möglichkeit über die längere Nord- oder die schwerer befahrbare Südroute weiter nach Mt. Isa zu fahren.