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Down Under Guide
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Die Durchquerung der Simpson Desert ist bei guter Vorbereitung ein beeindruckendes abenteuerliches Erlebnis. Als wohl einzige Wüste erlaubt sie eine Durchquerung ohne vorherige Wüstenerfahrung, so dass sich dieser australische Outback-Track auch hervorragend als Einstieg in weitere Wüstenexpeditionen anbietet.
Von Ost nach West ist die Tour durch die Anfahrt auf dem weichen Sand auf der windabgewandten Seite schwieriger zu bewältigen, als von West nach Ost. Ausgangspunkt im Westen sind die Dalhousie Springs, von hier aus führt die Strecke, folgt man der French Line, fast pfeilgerade immer nach Osten bis Birdsville. Diese Tour gilt als eine der anspruchsvollsten Outdoor-Routen Australiens. Zwei etwas weniger schwierige Alternativen zur French Line führen parallel zu ihr über weniger sandige Pisten, unterscheiden sich aber kaum, was Kraftstoff- und Zeitverbrauch betrifft.
Die 35 Grad heißen Quellen von Dalhousie liegen in der Nähe eines Campingplatzes, der sich als letzte Station vor dem Aufbruch durch die Wüste anbietet. Bettelnde Dingos, die teilweise aus der Hand fressen verabschieden die Expedition, die sich nun über etwa 1000 Sanddünen via French Line bis Birdsville kämpfen wird.
Am Beginn der Strecke liegen die Ruinen der ehemaligen Dalhousie Station und dann kommt lange nichts mehr, als Sand und Wüste, die sich aber zu Beginn des australischen Frühlings in einen wahren Blumenteppich verwandelt. Die nächste Station unterwegs ist Hamilton, ebenfalls heute unbewohnt, aber ein funktionierendes Münztelefon gibt es dort. Ein etwas verwunderlicher Eindruck für Europäer, im Outback aber ist alles möglich und erstaunt niemanden. Die Piste führt hier durch einige ausgetrocknete Bäche, der Sand wechselt sich mit scharfkantigen Schotterpisten ab.
Etwa 40 Kilometer vor Birdsville liegt "The Big Red", die größte Sanddüne der gesamten Passage, die nicht ohne Schwierigkeiten zu bewältigen ist. Meist sind hier mehrere Anläufe nötig, über Funk kann man oft mitverfolgen, wie sich vorausfahrende Fahrzeuge durchkämpfen. Bis zu acht Versuche sind hier nichts Besonderes.
Nach dieser letzten großen Bewährungsprobe für Fahrzeug und Fahrer erscheint Birdsville, das kleine Städtchen am Rande der Simpson Desert, in dem es im Sommer nicht selten bis zu 50 Grad Celsius heiß wird, als das pulsierende Leben. Hier treffen sie alle zusammen, die die Wüstendurchquerung über die French Line bereits hinter sich haben, diejenigen, die Birdsville als Ausgangspunkt für die Ost-West Durchquerung der Simpson Desert gewählt haben und jene, die den Birdsville Track von Süden her bereits erfolgreich hinter sich brachten. Tankstelle, Werkstatt, Läden, Pubs und einen Campingplatz gibt es hier, eben alles, was vor und nach einem Outback Track gebraucht wird. Auch einige alte Gebäude dieser historischen Stadt, die bereits 1870 gegründet wurde, sind bis heute noch vorhanden.
Etwa drei bis acht Tage sollten für die Route Dalhousie Springs bis Birdsville veranschlagt werden, am besten im Frühling oder Herbst. Bei guter Ausrüstung und Vorbereitung wird dieser Track durch die Wüste zu einem der unvergesslichen Erlebnisse, von denen Australien so viele zu bieten hat.
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