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Telegraph Track in Queensland

Von Lakeland nach Cape York in 786 km

Telegraph Track
© Tourism Queensland

Etwa zehn Tage dauert die Fahrt auf dem Telegraph Track von Lakeland bis Cape York, ganz oben rechts auf dem australischen Kontinent. Die Telegraph Road ist eine der härtesten Touren Australiens, die selbst auf der alternativen parallel verlaufenden Wellblechpiste drei sehr anstrengende Tage beansprucht.

Fahrer und Fahrzeug müssen hier bis an ihre Grenzen gehen, langweilig wird es auf jeden Fall nie. Harte ebene Strecken wechseln sich ab mit sandigen Pisten, Waschbrettpisten, fast meterhohen Furten, Brücken aus morschen Baumstämmen. Regenwald, Strand und Krokodile. Ganz Australien lässt sich auf dieser einen, äußerst anspruchsvollen Route, in seiner ganzen Intensität erleben.

Die Telegraph Road wurde ursprünglich gebaut, um die Telegrafenleitung, die in den äußersten Norden Australiens führte, kontrollieren und bei Bedarf reparieren zu können. Heute wird dieser Track nur noch von abenteuerlustigen Offroad Fans befahren.

Vom Lakefield Nationalpark aus, der etwas abseits der Piste liegt, geht die Fahrt Richtung Cape York im hohen Norden über Musgrave und Coen zum Archer River Roadhouse und schließlich zum Iron Range Nationalpark, einem Regenwaldgebiet rings um ein paar Berge, mitten im trockenen australischen Busch. Ein sehr bekannter Campingplatz, unter Kokospalmen direkt am Strand, sorgt für die nötige Erholung, bevor der anstrengendste Teil des Tracks beginnt.

Hier geht es nun weiter auf der Old Telegraph Road, einem äußerst anspruchsvollen Track mit vielen Furten, die vor allem durch die zu überwindenden hohen Uferdämme schwer zu bewältigen sind, weniger durch das etwa 80cm hohe Wasser. Zu beachten sind allerdings überall die Krokodile, die das Durchwaten von Furten gefährlich werden lassen können. Über viele, nur notdürftig angelegte, schmale und unsicher wirkende Brücken aus wenigen Baumstämmen, führt die Piste nun auf hartem Boden bis zum Jardine River.

Der Jardine River, der unbedingt überwunden werden muss, um an die äußerste nördliche Landspitze des Kontinents zu kommen, besitzt eine Furt, um die sich diverse Offroad-Geschichten drehen. Umstritten unter den Geschichtenerzähler bleibt, ob sie nun mit einem 4WD Fahrzeug überwunden werden kann oder nicht. Der Untergrund der Furt besteht aus einer sich laufend verändernden Sandbank, der zu durchfahrende Wasserstand liegt bei mindestens einem Meter Tiefe. Festgefahrene Fahrzeuge können wohl mit sehr viel Aufwand geborgen werden, das Hauptproblem der Flussdurchfahrt stellen aber die Krokodile dar, die es hier in großer Anzahl gibt. Die bessere und vor allem sicherere Lösung ist auf jeden Fall, sich die Furt anzusehen und dann die 10 km westlich übersetzende Fähre zu nehmen.

Nach der Flussüberquerung folgt noch eine anspruchsvolle Sandpiste, teils durch Tiefsand, teils auf hartem Untergrund und dann ist, Cape York, das Ziel der Tour erreicht. Eine wunderbare tropische Küstenlandschaft nimmt die erfolgreichen Fahrer in Empfang und bietet alles, was zur Erholung nach einer abenteuerlichen Expedition notwendig ist.