Down Under Guide - Western Australia


Denham

Im kleinen Ort Denham leben nicht einmal 1500 Einwohner. Dennoch erfreut sich die idyllische Siedlung großer Beliebtheit. Denham ist die westlichste Stadt Australiens und bietet mit ihrer malerischen Lage direkt am Meer und am Francois-Peron-Nationalpark einen optimalen Startpunkt um die aufregende Tier- und Pflanzenwelt des australischen Westens zu erkunden. Zahlreiche Agenturen und Expeditionsanbieter nutzen Denham als Dreh- und Angelpunkt ihrer Touren.

Besondere Attraktion sind heute vor allem die Delfin-Begegnungen in Monkey Mia. Die frei lebenden Delfine können dort beobachtet, angefasst und sogar gefüttert werden. Auf der Dirk Hartog Island und im Shark Bay Marine Park besteht die Möglichkeit weitere aufregende Tiere zu sehen, wie zum Beispiel Schildkröten, Rochen und Wale. Ebenso schön ist die Little Lagoon. Das ist ein kleiner See im Innland mit ruhigem Badestrand und Grillplätzen. Muscheln sammeln kann man wunderbar am Shell Beach, ein Strand der nur aus Millionen von kleinen, wunderschönen Muscheln besteht. In den Nationalpark werden Führungen angeboten, man kann einen Teil jedoch auch selbstständig mit dem Jeep erkunden.

Die Geschichte des kleinen Ortes reicht schon weiter zurück, als man annehmen möchte. Bereits im 19. Jahrhundert entstand dort ein kleines Dorf. Es hieß Freshwater Camp und die Bewohner lebten überwiegend vom Perlenfischen. 1854 fand man die ersten Perlen einer Austernart in der Shark Bay. In den Folgejahren pilgerten viele Menschen aus ganz Australien und sogar aus Asien an die Westküste um die Schätze aus dem Meer zu heben. Allerdings müssen die Lebens- und Arbeitsbedingungen sehr unangenehm gewesen sein, da die Austern nicht manuell geöffnet wurden, sondern erst durch das Absterben und Vertrocknen aufgingen. Verständlicherweise kam es dabei zu sehr unangenehmem Gestank. 1858 war auf einem der ankommenden Schiffe Kapitän Henry Denham, der sich von der Perlenfischerei begeistert zeigte und vielfach über den blühenden Ort berichtete. 1898 im Zuge der Gemeindegründung wurde der Ort zu seinen Ehren in Denham umbenannt. Als die Sandbänke soweit leergefischt waren, dass kaum noch Perlaustern zu finden waren, verlegte sich der Fang auf essbare Meerestiere. Diese sind auch heute noch frisch und lecker direkt aus dem Meer zu haben. Kleine Restaurants bieten regionale Küche mit traditionellen Rezepten. Früher wurden die Materialien aus der See auch zum Bauen verwendet. So wurde Muschelsedimentgestein für Gebäude verwendet und Austernschalen zum Befestigen von Straßen. Überbleibsel dieser Kultur sind heute noch zu bewundern.