Down Under Guide - Western Australia


Geraldton

Die Stadt Geraldton findet man auf der Karte an der australischen Westküste etwa 424 km nördlich von Westaustraliens Hauptstadt Perth. Etwa 50 000 Menschen leben in Geraldton. Damit ist die Stadt die fünftgrößte im Bezirk Westaustralien.
Besonders angenehm ist in Geraldton das mediterrane Klima, welches das ganze Jahr einen angenehmen Aufenthalt ermöglicht.

Gegründet wurde Geraldton 1850. Das Land, auf dem die Stadt errichtet wurde, war allerdings schon einige Zeit früher von Entdeckungsreisenden erforscht worden. Im Jahre 1839 erkundete es der in Portugal geborene Brite George Edward Grey (1812 - 1898). Ihn führte seine zweite Expedition durch Australien in diese Gegend.

Ein weiterer Brite, Augustus Gregory (1819 - 1905), unternahm 1848 eine Expedition, um neues Weideland in der Region zu finden. Er fand als Erster am nahe dem zukünftigen Geraldton gelegenen Murchinson River (der im heutigen Kalbarri National Park liegt) eine Goldader. Mit dieser Entdeckung wurde das Gebiet für die Britischen Eroberer und für zahlreiche Glücksritter interessant. Die Mine wurde “Geraldine” genannt. Der Name leitete sich vom damaligen Gouverneur von Western Australia, Charles Fitzgerald, ab. Und nach ihm wurde 1850 auch die neu gegründete Stadt Geraldton benannt.
Die Stadt wurde in der darauffolgenden Zeit dominiert vom Goldabbau, die Menschen fanden aber auch durch Fischfang und Schafzucht, sowie dem Anbau von Weizen ein Auskommen.
Heute ist der Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Die für Touristen interessanteste Sehenswürdigkeit ist die St. Francis Xavier Cathedral, mit deren Bau Mitte des 19. Jahrhundert bereits begonnen wurde -  Fertigstellung war aber erst 1938.
Echelon ist ein Begriff, den besonders Amerikaner im Zusammenhang mit Geraldton kennen. Denn es ist der Name eines Spionagesystems, welches das US-Militär zusammen mit den Briten, Kanada, Australien und Neuseeland betreibt, um die Kommunikation der Sowjetunion abzuhören. Eine Station befindet sich in der Nähe der Stadt.

Westlich von Geraldton vor der Küste befindet sich das Houtman-Abrolhos-Archipel, zu welchem etwa 120 Inseln gehören. Hier finden Taucher ein echtes Paradies - vor allem, wenn sie abenteuerlustig sind. Denn in diesem Archipel befinden sich die Wracks zahlreicher gesunkener Schiffe. Das Bekannteste ist die “Batavia”, ein 1629 gesunkenes Schiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Traurige Berühmtheit erlangten die Schiffbrüchigen, viele Frauen und Kinder, die unter der Terrorherrschaft des Unterkaufmanns zu leiden hatten und von denen viele letztlich von ihm ermordet wurden.