Die Region Pilbara ist reich an Bodenschätzen, insbesondere Eisenerz, und offenbart eine ganz anderes, doch für Australien auch typisches Gesicht, das man in Karratha hautnah erleben kann: den Bergbau.
In den 60er Jahren wurde diese typische Minenstadt von den beiden größten Minengesellschaften des Landes praktisch aus dem Boden gestampft. Neben Eisenerz werden Salz, Ammoniak und Erdgas gefördert. Auch die Düngemittelproduktion ist eine wichtige wirtschaftliche Säule der Region. Einen Einblick in die Gasförderung erhält man bei einem Besuch des North West Shelf Gas Venture Visitors Center des Unternehmens Woodside Energy, eines der beiden größten Gasunternehmen des Landes, sowie der Verarbeitungsanlage Burrup Peninsula, die für Besucher geöffnet ist. In Dampier kann man bei geführten Touren die Verladung und Verschiffung von Eisenerz und Salz hautnah miterleben.
Karratha selbst ist heute eine der quirligsten und modernsten Städte Westaustraliens und lockt Geschäftsleute und Urlauber gleichermaßen an. Das Stadtzentrum bietet vielfältige Vergnügungsmöglichkeiten. Bars und Restaurants, Cafés, Nachtclubs und Shopping-Malls lassen keine Wünsche offen.
Für Naturliebhaber ist Karratha ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den beiden großen Nationalparks Milsstream-Chichester und Karijini National Park oder die Goldgräberstadt Roebourne, eine der bedeutendsten Minenstädte des späten 19. Jahrhunderts.
Die Ranger Station des Milsstream-Chichester Parks liegt in einer ehemaligen Homestead und beherbergt auch ein kleines Museum. Von hier aus gelangt man in ein kleines Tal des Fortescue Rivers, das sich seine Ursprünglichkeit und einzigartige Natur bewahrt hat. Besonders berühmt ist der Park durch seine Seerosen, die an den Ufern und kleinen Tümpeln ihre Pracht entfalten. Abenteuerlustige nutzen die Gelegenheit, hier über Nacht zu campen und die herrliche Landschaft unter dem Sternenhimmel zu erleben.
Der Karijini Park ist der zweitgrößte Nationalpark und sozusagen der Grand Canyon Westaustraliens. Über zahlreiche Wege wandert man aus schwindelnder Höhe entlang des Canyonrands bis ganz hinunter auf die Talsohle, wo man sich bei einem Bad im kühlen Nass erquicken kann. Die Flora und Fauna an den schroffen Felsformationen ist einzigartig und man sollte sich schon zwei, drei Tage Zeit nehmen, um den Canyon ausgiebig zu erforschen. Zahlreiche gut angelegte Aussichtspunkte bieten immer wieder neue, spektakuläre Ausblicke auf diese einzigartige Landschaft. Besonders zu empfehlen sind der etwas abseits gelegene Hamersley Gorge und der Dales Gorge mit dem wild-romantischen Circular Pool.