Kununurra hat viel zu bieten, soviel, dass es fast schwer fällt etwas auszuwählen. Die Stadt mit ihren 6000 Einwohnern liegt im Westen Australiens so zentral, dass viele interessante Orte ganz leicht zu erreichen sind. Eigentlich wurde die Stadt im Zuge eines Bewässerungsprojektes zur Ankurbelung der Landwirtschaft gegründet. Doch heute profitiert sie von ihrer zentralen Lage. Sie ist mittlerweile zum Zentrum des Tourismus der Region geworden. Für die wichtigsten Objekte muss man zwar recht lange Fahrten in Kauf nehmen, aber mit der guten Infrastrukturanbindung der Stadt ist das kein Problem.
Eine eher industriell orientierte Sehenswürdigkeit ist die Argyle Diamantenmine, in der der sehr seltene rosa Diamant gefördert wird. Am besten ist es eine organisierte Tour zu buchen, da dabei nicht nur die Anfahrt, sondern auch die Besichtigung vor Ort inbegriffen ist.
Unter die Rubrik “Landschaft” fällt die Bungle Bungle Range. Im Purnululu-Nationalpark finden sich seltsame anmutende Felsen mit verschiedenfarbigen Streifen. In die gleiche Kategorie fällt die El Questro Station, wobei dort das Erleben der Flusslandschaften des El Questro und des Pontecost im Vordergrund stehen. Erkundungen sind per Boot und mit dem Jeep möglich. Besonders die wilden Kimberleys sind sehr reizvoll.
Wer noch etwas über die Tiere und Pflanzen lernen will, dem seien die Nationalparks Hidden Valley und Keep River empfohlen. Während der erste eine riesige Schlucht bietet, kann man im anderen interessante geologische Strukturen und gigantische Flaschenbäume bestaunen.
100 km entfernt liegt Wyndham, eine der ältesten Siedlungen im australischen Norden. Dort locken nicht nur der Hafen und die schöne Stadtanlage, sondern zum Beispiel auch der Three Mile Caravan Park. Neben gepflegten Rasenflächen und exotischen Pflanzen zieht dort vor allem der größte Boabbaum des Kontinents die Blicke auf sich. Sein Stamm besitzt einen unglaublichen Umfang von 25 Metern!
Es lohnt sich auch etwas größere Entfernungen auf sich zu nehmen. 360 km im Süden befindet sich Halls Creek. Die Kleinstadt zieht viele Besucher an, die eine natürliche Felskette bewundern, die der chinesischen Mauer sehr ähnlich sieht. Etwas weiter kann man durch eine Geisterstadt bummeln, eine Goldgräberstadt aus dem Jahre 1885. 150 km weiter südlich ist der Wolf Crater National Park, der aus einem riesigen Meteoritenkrater besteht.