Die Shark Bay ist eine sehr interessant geformte Meeresbucht an der Westküste Australiens. Sie ist mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt zu Lande und im Wasser sogar als UNESCO Weltkulturerbe geschützt. Obwohl der Name, der ja eigentlich Haifischbucht bedeutet, anderes vermuten lässt, ist die Region vor allem ein wichtiger Lebensraum für Delfine. Auch seltene Tierarten wie Gabelschwanzseekühe, Dugongs genannt, sind dort beheimatet. Ebenso fühlen sich Meeresschildkröten, Seeschlangen, Wale, Rochen und natürlich auch einige Haiarten wohl.
Die Bucht umfasst über 10.000 Quadratkilometer. Das seichte Wasser von maximal 9 bis 10 Metern Tiefe wird von zahlreichen Sandbänken durchzogen, die den Lebensraum in der Bucht bestimmen. Auf dem Festland gibt es eine kleine Gemeinde, Shire of Shark Bay, mit nur etwa 1000 Bewohnern. Die Bucht besitzt zudem viele Inseln. Die Größte ist ganze 60 km lang. Ebenfalls nennenswert sind die verschiednen Halbinseln, die die Grenze zwischen Meer und Land verschwimmen lassen. Die nördliche Halbinsel ist 100 km lang. Sie ist durch eine asphaltierte Straße gut erschlossen, sodass man sich durch das Buschland mühelos bewegen kann. Das Gebiet hat große Bedeutung für den Tourismus, da sich zahlreiche Attraktionen und Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel befinden. Besonders Naturinteressierte kommen dort voll auf ihre Kosten. So kann man zum Beispiel im Hamelin Pool Marine Nature Reserve Stromatholithen bestaunen. Das sind von Mikroben geformte kleine Säulen, die zu tausenden aus dem flachen Wasser heraus ragen. Auf dem Shell Beach bilden in tausenden Jahren abgelagerte Muschelschalen aufregende Formen. Vom Aussichtspunkt Eagle Bluff hat man einen guten Überblick und die kleine Fischerstadt Denham lädt zum Ausruhen und Genießen ein. In Monkey Mia kann man hautengen Kontakt mit Delfinen erleben und im Francois-Peron-Nationalpark die Flora und Fauna über Wasser bestaunen.
Die südliche Halbinsel ist wüstenähnlich und von einem Salzwerk beherrscht. Für Besichtigungen muss eine Genehmigung beantragt werden.
Dirk Hartog Island ist der westlichsten Punkt Australiens. Benannt wurde die Insel nach Dirk Hartog, der dort 1616 als erster Europäer mit seinem Segelschiff Eendracht anlegte und australischen Boden betrat. Heute kann die Insel als Tagesausflug besucht werden. Entdeckungsreisen durch den Busch, Fischtouren, Schnorchel- und Tauchausflüge oder Walbeobachtungen werden gern gebucht. Übergesetzt wird mit modernen Katamaranen. Allerdings heißen sie, in ehrfurchtsvoller Erinnerung, ebenfalls Eendracht.